November 21

Die behördliche Frechheit kennt keine Grenzen…

Ja, Sabine und ich kämpfen weiter für das behördliche Zeugnis unserer gleichgeschlechtlichen Ehe. Und mit diesem Wunsch stehen wir nicht alleine da. Wir bekommen täglich Mail und Nachrichten von Menschen die uns unterstützen, aber auch von Menschen die das selbe durch machen. Wie Anke-Luzia Potas. Sie hat auch eine Interessante Antwort von dem zuständigen Standesamt. Freundlicher weise darf ich diese Antwort, die man nur als Frechheit betrachten kann, veröffentlichen. Aber lest selbst: Sehr geehrte Frau Potas,
gemäß Ihrem Schreiben vom 06. 11. 2014 haben sie beantragt das ihr ehemaliger männlicher Vorname B. nach ihrem rechtskräftigen Beschluss durch das Amtsgericht S. vom 15.05.2014 über die Änderung ihres Vornamens und Geschlechts nicht mehr auf ihre Eheurkunde erscheinen soll. Diese Bitte haben sie unter anderem mit dem Offenbarungsverbot nach § 5 Transsexuellengesetz (TSG) unterlegt.
Diesen Antrag lehne ich hiermit teilweise ab. Nach tiefer Prüfung der entsprechenden gesetzlichen Grundlagen finde ich in deren Auslegung keine Ermächtigung zur vollständigen Ersetzung ihres Eheregister. Gemäß § 47 Personenstandsgesetz (PStG) kann eine Personenstandsänderung nur dann berichtigt werden wenn der Eintrag inhaltlich unrichtig ist. Sie haben gemäß § 1 und § 9 TSG ihren Vornamen und ihr Geschlecht ändern lassen. Eine entsprechende Mitteilung darüber habe ich von ihren Geburtsstandesamt und parallel von ihnen selbst erhalten. Gemäß § 5 (4) i.V.m § 3 (1) PStG obliegt mir die Zuständigkeit für die Fortführung ihres Eheregisters. Die Fortführung des Eheregisters selbst richtet sich nach § 16 PStG. Hier ist aufgeführt in welchen Fällen eine Folgebeurkundung und somit Fortführung im Eheregister erfolgt.
In ihren Fall handelt es sich um eine Fortführung hinsichtlich der Änderung ihres Vornamens und ihres Geschlechts im Eheregister.
Eine entsprechende Grundlage dafür gibt es konkret in §§ 16 (1) Nr. 5,6 PStG , weshalb im jetzigen Fall eine entsprechende Folgebeurkundung vorzunehmen ist.
Die Inhalte des Eheregisters richten sich nach §15 PStG.
Im Eheregister werden die Namen der Ehegatten dabei in zweierlei Hinsicht erfasst.
Zum einen werden nach § 15 (1) Nr. 2 PStG die Vornamen und die Familiennamen jedes Ehegatten zum Zeitpunkt der Eheschließung aufgeführt.
Parallel dazu werden nach § 15 (1) Nr.3 PStG die nach der Eheschließung geführten Vor – und Familiennamen separat geführt.
Im Zusammenhang mit der Folgebeurkundung , insbesondere über die Änderung Ihres Vornamens , wird nach meiner Auffassung in ihrem Fall nur der Leittext über den nach der Eheschließung geführten Vornamen (§15 (1) Nr.3 PStG9 angepasst.Der Name zum Zeitpunkt der Eheschließung (§ 15 (1) Nr.2 PStG) bleibt davon unberührt.
Aus einer entsprechenden Folgebeurkundung über die Änderung ihres Vornamens nach der Eheschließung (Leittext nach § 15 (1) Nr.3 PStG) ist ihre Namensänderung deutlich ersichtlich.
Somit ergibt sich die jetzige Namensführung entsprechend der beiliegenden Eheurkunde vom 18.11.2014. In ihrem Schreiben vom 06.11.2014 haben sie bei der Verwendung des ehemaligen männlichen Vornamens B. im Eheregister Bedenken bezüglich eines Verstoßes gegen das Offenbarungsverbot nach § 5 TSG geäußert.
Das Offenbarungsverbot enthält aus meiner Sicht jedoch lediglich Regelungen bezüglich der Benutzung ihres Eheregisters.
Deshalb beziehe ich die Festlegungen für das Offenbarungsverbot nicht in meine Entscheidung über die Folgebeurkundung im Eheregister ein.
Somit stellt meine Folgebeurkundung im Eheregister mit der Weiterführung des männlichen Vornamens aus meiner Sicht kein Verstoß gegen das Offenbarungsverbot nach § 5 TSG dar.
Da die vorhanden Entscheidung über die Namensführung im Eheregister nach § 15 PStG und die sich daraus ergebenden Inhalte auf der Eheurkunde nach § 57 PStG aus meiner Sicht somit richtig sind, kann ich keine Berichtigung der beurkundeten Daten gemäß § 47 PStG vornehmen. Gemäß §§ 48 bis 53 PStG haben sie die Möglichkeit beim Amtsgericht N. ………
den Antrag zu stellen, durch richterliche Anordnung die Standesbeamtin des Standesamtes W. zur Berichtigung des Personenstandseintrages anweisen zu lassen.
Anke kämpft den gleichen Kampf den viele transidente Menschen kämpfen müssen, aber warum??? Das Gesetzt ist eindeutig und unsere jeweiligen Ehen sind rechtskräftig, egal was die vom Standesamt schreiben. Oder was mir eine Frau Burholt geantwortet hat. Wissen diese Menschen nicht das sie sich lächerlich machen???? Also stay tuned…. Alles liebe, eure Pam

Juni 22

Erster CSD in Cloppenburg

CSD CLP Logo gross   Programm 28 Juni 2014   Demonstration 16:30 Uhr ab Bahnhof Cloppenburg (Bahnhofstraße 82)   Abschlusskundgebung inkl. farbenfroher Abschlussaktion 17:30 Uhr Bernay-Platz Cloppenburg   CSD-Party 19:00 Uhr im „Bernay’s“ (Mühlenstraße 20-22) mit DJ Jack-Daniels

Februar 19

Spiegel der Seele und mehr…

Man sagt, die Augen sind die Spiegel der Seele. Und Menschen die die letzten Fotos vom Shooting gesehen haben sagten, dass meine Augen leuchten. Ja, meiner Seele geht es endlich richtig gut. Ich bin glücklich wie es ist, denn es ist endlich so wie es sein soll. Alles richtig gemacht! Nun gut, alles? Mein Körper hat mir in der letzten Zeit meine Grenzen aufgezeigt. Er hat mir unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass ich nicht noch mehr von ihm fordern konnte. Wie so eine kleine Zicke meckert er herum:“ 3 Operationen und einen Blutdruckabfall im letzten Jahr sind genug.“ Mehr ging nicht. Die Luft war raus. Und das ist es, was ich nun für mich begreifen durfte. Die Transidents ist kein Rennen. Auch wenn wir es uns noch so sehr wünschen, aber der Körper braucht genauso seine Zeit wie die Seele. Essen, Natürlich wäre es schön, ein Kuss und aus dem Typen wird im Hauch einer Sekunde eine wunderschöne Prinzessin. Oder wie war die Geschichte mit dem Frosch. Nun ja, das Leben ist halt kein Märchen. Im Leben ist es so, dass der Körper dann auch mal die weiße Flagge raus hängt und sagt:“ Hey Alte, komm mal zur Ruhe oder ich streiche die Segel.“ Und so habe ich den Rat vom Körper angenommen. Seit Anfang des Jahres lasse ich es ruhiger angehen und ja, es hilft. Die Kraft kommt zurück. Und auch die Ausdauer schafft es wieder auf Normalmaß. Und so kann es auch weiter gehen. Schritt für Schritt. Tag für Tag zurück in normale Leben. Euch wünsche ich einen schönen Wochenteiler, eure Pam   Bild: Kerstin Kokoska, WAZ Fotopool

Februar 7

Bilder von Fotoshooting 2013…

Bilder sagen mehr als tausend Worte… daher halte ich jetzt meine vorlaute Klappe und lasse Bilder sprechen. Nur soviel. Vielen Dank an die bezaubernde Kerstin Kokoska vom Fotopool der WAZ. Sie hat diese wundervollen Bilder entstehen lassen. LG, Pam Copyright Kerstin Kokoska Fotopool WAZ Copyright Kerstin Kokoska Fotopool WAZ Copyright Kerstin Kokoska Fotopool WAZ Copyright Kerstin Kokoska Fotopool WAZ Bilder: Copyright Kerstin Kokoska Fotopool WAZ

Februar 1

Style dein Gefühl…

Ich denke jede Frau kennt dieses Gefühl. Du betrittst den Laden voller Hoffnung auf ein Neues „Ich“. Du wirst freundlich begrüßt und dann zum Ort des Glücks gebracht. Du lässt dich auf dem Stuhl nieder und lässt deinen Kopf langsam in den Waschtisch gleiten. Entspannung pur. Und obwohl du es auch jeden Tag selbst machst, hier ist es etwas besonders. Das Wasser umschmeichelt dein Haupt und schon fühlst du dich besser. Denn du weist das es gleich soweit ist. Fast schon aus den Träumen gerissen wirst du in den anderen Stuhl gebeten. Ein letztes Mal zeigt der Spiegel die Reste einer Frisur die nicht mehr zu dir passt. Und dann beginnt die Schere ihr Werk. Und es ist wie eine Lotusblüte, die in den ersten Sonnenstrahlen des Tages aus ihrem Schlaf erwacht. Mit jedem Schnitt der Schere kommst du deinem neuen „Ich“ näher. Und dann kommt die angenehme Wärme des Föhns und das herausfordernde zerren der Rundbürste. Als wenn sie sagen will: „Schau genau hin, gleich siehst du perfekt aus…“. Ja, es ist geschafft. Dein Spiegelbild zeigt die perfekte Frisur und gleich breitet sich dieses Gefühl in dir aus. Zufriedenheit, Selbstsicherheit und ein wahnsinniges Glücksgefühl. Ja, das ist es, was eine Frau glücklich macht. Jede Frau braucht es genauso wie die Luft zum Atmen. Und ich habe mir dieses Gefühl gestern geholt. Ja, und ich habe es genossen. Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende. Alles liebe aus Essen, Pam

Januar 9

Nach vorne schauen…

  … ist ab jetzt das Motto für dieses Jahr. Das große Ziel ist wieder in das normale Leben zurück zu finden. Jetzt wo alle medizinischen Ziele erreicht sind, können wieder große Aufgaben auf mich zukommen. Ich habe viel geschafft und überstanden im letzten Jahr und in diesem Jahr wird das Glück perfekt. Ich werde wieder in Arbeit kommen. Das ist das große Ziel für dieses Jahr. Neue Arbeit bringt viele wichtige Punkte in mein Leben zurück. Neue Herausforderungen, neue Ziele und endlich wieder berufliche Anerkennung. Also nicht mehr den Kopf in den Sand gesteckt. Nein, über den Tellerrand hinaus geschaut und neu durchstarten. Ja, das wird was… Glück auf in Essen LG, Pam

Januar 6

Freunde helfen Freunden…

Heute hat mich eine Nachricht in Facebook von einem lieben Freund erreicht.
Tja, liebe Leute – und jetzt ist genau eingetreten, was wir zu verhindern versuchten! Der Super-GAU für jeden Produzenten! Der Rechner sagt seit gestern außer komischen Geräuschen gar nichts mehr. Umso mehr hoffen wir jetzt auf Euch, damit wir nach dem 20.01.2013 mit frischem Mut und frischer Hardware weiter machen können!“
Also wer von euch die Möglichkeit hat dieses Projekt zu unterstützen, der sollte diese Möglichkeit nicht ungenutzt lassen. Alle wichtigen Infos findet ihr unter diesem Link:
http://www.visionbakery.com/mwm-productions#.UqHJ7zHgfkQ.twitter
Und wenn ihr selbst finanziell nicht so gut gestellt seid, dann teilt diesen Post bitte trotzdem. Für einen lieben Freund.
BITTE TEILEN TEILEN TEILEN
DANKEEEEE,
eure Pam

Dezember 8

Vielleicht ein Geschenk mit viel Herz…

Es sind diese Tag, vor dem Jahreswechsel, die uns auch einfach mal besinnlich werden lassen. Auch ich werde davon jedes Jahr wieder eingeholt. Und es tut gut. Einfach mal auf das vergangene zurück zu blicken und einfach stolz sagen zu dürfen:“ Ja, alles richtig gemacht…!“. Ja, der ein oder andere hat diese Worte schon gehört. Gesprochen von Bettina Böttinger in ihrer der Reportage „B.sucht“. Hierbei blickte sie in diesem Jahr auf unsere Leben zurück. Sabine und ich haben Bettina und ihr Team mitgenommen in unsere Vergangenheit. Und für sie war es dann auch klar. „Alles richtig gemacht“. Diese Reportage was sicherlich eines der Highlights für uns in diesem Jahr. Aber nicht die nur viele Berichte über unsere Lebensgeschichte in „Schlaflos in Essen“ haben unser Jahr bereichert. Nein, es waren vor allem die Menschen die wir kennen lernen durften. Von den Menschen gestern Abend beim Stammtisch bis zu den Patientinnen mit denen Sabine und ich die ein oder andere Stunde im Krankenhaus verbringen durften. Vom Schlaganfall bis zum Brustaufbau säumten viele Höhen und Tiefen unseren diesjährigen Weg. Menschen wir ihr, liebe Leser, Bettina Böttinger, Pastor Jan Dieckmann, Dr. Heß, Dr. Hoffmann und all die Freunde und Bekannten haben nicht nur unser Jahr sondern unser Leben bereichert. Aber auch großen Anteil für dieses Wohlgefühl hat der Traumstunden Verlag Essen unter der Führung von Britta Wisniewski und ihr Mann Michael beigetragen. Nicht nur das sie mir eine große Ehre mit der Veröffentlichung meines Buches „Schlaflos in Essen – Die zweite Pubertät“ erwiesen haben. Nein, ich durfte auch ein sehr schönes Praktikum in diesem Verlag beginnen. Das alles waren Geschenke für mich und auch für Sabine. Geschenke die ihr sicherlich auch mit euren Herzen gegeben habt und die ich für mich mit dem Herzen aufgenommen habe. Aber vielleicht wollt ihr ja auch zur besinnlichen Zeit noch ein Geschenk weiter geben. Und vielleicht ist auch in euren Augen mein Buch „Schlaflos in Essen – Die zweite Pubertät“ ein schönes Geschenk für einen Menschen den ihr liebt. Vielleicht für einen Freund oder einem Bekannten. Ein Geschenkt, das mitnimmt auf eine Reise in meine Gefühlswelt. Eine Reise durch meine Vergangenheit. Britt Toth schreibt in ihrer Rezension: „Transsexualität ist auch heute noch ein Tabuthema. Ich möchte mir nicht anmaßen, die seelischen Qualen verstehen zu können, wenn das eigene Spiegelbild nicht zum empfundenen Geschlecht passt. Pamela Halling hat über ihre Erfahrungen ein Buch geschrieben. Geboren als Junge, verheiratet und Kinder stellt sie sich mit knapp 40 Jahren ihrer Bestimmung.“ schlaflos in Essen2 Helft mir dieses Tabu zu brechen… verschenkt mit mir und meinem Buch einfach ein Herz. Sabine und ich wünschen euch allen einen wundervollen 2. Advent. Lieben Gruß aus dem nicht mehr so schlaflosen Essen, eure Pam