Mein Buch „Schlaflos in Essen – Die zweite Pubertät“ ist im Traumstunden Verlag Essen erschienen. Meine Tantiemen aus dem Buchverkauf spende ich dem Verein Trans-Kinder-Netz e.V.

 

Autorin: Pamela Halling

Lektorin: Britta Wisniewski (Traumstunden Verlag Essen)

eBook: ISBN:978-3-942514-89-7

 

Buch: ISBN:978-3-942514-92-7
Klappentext: Autorin Pamela Halling wurde als Mann geboren. Fast 40 Jahre verbrachte sie damit, einer Rolle gerecht werden zu wollen, deren Dissonanz zu ihrem eigenen Gefühl fast täglich größer zu werden schien. Erst, als sie am Leidensdruck zu zerbrechen drohte, bekam sie fachliche Hilfe – und einen Rat, der ihr ganzes Leben verändern sollte: „Stehen Sie endlich zu dem, was Sie sind!“
Leseprobe: Kapitel „In der Klinik“
Nach gut zwei Wochen begann ich, mit den Ärzten in den täglichen Treffen zu reden. Erst waren es Gespräche über das Wetter oder das Essen und dann wurde das Vertrauen größer und ich begann, mich zu öffnen. Wir redeten über die Trennung von meiner ersten Frau und meinen Kindern, über die Pleite meiner Firma und die Insolvenz, über meine Familie und über die Beziehung zu Sabine. Es waren Gespräche, bei denen ich viel lernte und ich eingestehen musste, dass ich nicht an allem alleine die Schuldgefühle tragen konnte. Aber das war meiner Therapeutin nicht genug. Sie wusste scheinbar, dass da noch mehr war, was meiner Seele Schmerzen zufügte. Aber ich habe sie immer wieder enttäuscht, denn ich war noch nicht bereit, mehr von mir preiszugeben. Heute frage ich mich, ob mir vielleicht einfach die Worte fehlten. Was ich hatte, waren Gefühle. Aber wie sollte ich meine Gefühle einem Menschen beschreiben, der „normal“ war? Der sich nicht, wie ich, täglich mit der Tatsache abfinden musste, dass selbst die Botschaften meines Körpers einen „Übersetzer“ in meinem Kopf brauchten, um verstanden zu werden? Ich war kein Mann, der gerne Frauenkleider trägt, ich fühlte als Frau, dachte als Frau. Wie sollte ich das einer Frau erklären, die diese Dissonanz nie erlebt hatte? Doch meine Therapeutin gab nicht auf!

Sie bohrte täglich in meinen Gefühlen und suchte zielstrebig in meiner Seele nach der Antwort auf ihre Fragen. Fragen, die immer in die eine Richtung gingen, über die ich nicht reden wollte, über die ich nicht reden konnte. Bislang konnte ich mit niemandem außer Sabine darüber reden. Sie konnte mir zuhören und lachte nicht über mich. Wenn ich jetzt mit der Therapeutin darüber reden würde, würde ich diese Klinik bestimmt in meinem Leben nicht mehr verlassen dürfen. Die würden solch einen Freak doch nicht wieder auf die Menschheit loslassen. Und so schwieg ich weiter über meine tiefsten Gefühle.

Bezugsquellen:
Amazon Traumstunden Verlag Essen
Nochmals: Meine Tantiemen aus dem Buchverkauf spende ich dem Verein Trans-Kinder-Netz e.V.
 
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