Januar 5

Neues Jahr und neue Wege…

Um es mit den unsterblichen Worten von ALF zu sagen:“ Es ist nie zu früh und selten zu spät!“. Und ja, liebe Dreibeiner, wenn Sie dich entgeistert anschaut, dann warst „du“ zu früh. Nein, zurück zum Thema. Das neue Jahr hat schon einige Sonnenuntergänge erlebt und noch kein Wort von mir? Das kann nicht sein. Also im Sinne von ALF, allen Leserinnen und Lesern alles Gute zum neuen Jahr. Ich hoffe ihr seit eben so gut oder vielleicht auch besser als wie ich ins Jahr 2017 gestartet.

Und??? Habt ihr euch zu guten Vorsätzen überreden lassen oder habt ihr vielleicht selbst welche ausgebrütet??? Also ich habe für das laufende Jahr und auch für alle Folgenden auch viel vorgenommen. Ich werde meine Ängste und auch meine Depressionen in den Griff bekommen. Nicht mehr und nicht weniger? Doch ich werde wieder glücklich leben!!!

Und ja, das Jahr ist für mich schon gut los gegangen. Mein Buch „Schlaflos in Essen“ hat mal wieder in den Top 100 bei Amazon vorbei geschaut…. und was soll ich sagen… Platz 69 ist doch auch nicht so schlecht…

 

Also auf ins neue, schon laufende Jahr und vielleicht treffen wir uns ja zwischen durch hier zum Austausch von überflüssigen Wortfetzen. Also ich würde mich freuen.

Alles liebe, eure Pam

November 9

Die kollektive Rache der US-Wähler…

Was ist bloß mit den Amerikaner los? Hatten alle Nicht-Protestwähler schlimme Diarrhö und konnten somit den Gang zur Urne nicht schaffen? Wo sind all die Collageabsolventen, die eigentlich genug in der Rübe haben sollten, um einen heißluft-blasenden Demagogen zu erkennen und nicht zu wählen?

Aber nun ist es geschehen. Die haben ein neues Mitglied im äußerst elitären Vollpfostenclub. Alte Mitglieder wie Marine Le Pen, Vladimir Putin, Geert Wilders, Victor 15039553_636381279874608_8070504975135340093_oOrban und Recep Erdogan unter der Führung von Kim Jong-un hießen ihr neues vollwertiges Mitglied Donald Trump willkommen. Und jetzt die Frage aller Fragen. Was wollen die Amerikaner mit einem solchen offensichtlichen Schaumschläger? Ob die sich das so gut überlegt hatten, wie die Inselaffen beim BREXIT? Haben die überhaupt nachgedacht?

Vielleicht sollten wir aber auch nicht so laut tönen. Schließlich haben wir die obligatorischen Vollpfostenclubanwärter wie z.b. Frauke Petri oder Björn Höcke, die offensichtlich auch wie jetzt Mr. Trump die Unter- und Mittelschicht für sich gewinnen können. Diesen Hieb mit dem überdimensionierte Vierkantholz sollten all unsere Politiker verstanden haben. Lasst die Unter- und Mittelschicht nicht alleine und hört was sie begehren. Sonst könnte die nächste K-Frage in Deutschland echt nach hinten oder besser gesagt weit nach rechts ausgehen.

Echt, ich bin sprachlos. Ich selbst habe ein Jahr in diesem wunderschönen Land der grenzenlosen Freiheit verbracht und es genossen. Das würde ich mir seit heute aber drei mal überlegen ob ich dieses Land nochmals besuchen werde. Wie konnten die Amerikaner so naiv diesem Menschenhasser ihre Stimme geben.

Und nein, auch ein gerade in der Therapie erlernter Perspektivenwechsel kann das Wahlergebnis nicht schön reden. Nun gut, so hat die Bibel jetzt meiner Meinung nach eine Plage dazu bekommen. Die Geschichte sollte also umgeschrieben werden.

Der Papst sagt: „Möge Gott ihn erleuchten!!“…. nein, lieber Papst, ich befürchte das wäre dann Gottes Meisterstück.

Für alle LSBTTI in den Staaten beten. Denn die einzige höhere Macht, die sonst mit Dingen wie über das Wasser laufen und so weiter wirbt, ist halt nicht anders als zu beten zu erreichen. Hoffen wir also auf ein Wunder…

Alles liebe, eure Pam

November 3

Das Leben ist keine Käseglocke…

Noch vor drei Tagen hätte ich Stein auf Bein geschworen, dass es wieder Bergauf geht. Unter der Käseglocke der Klinik ging es mir sehr gut. Ich habe mich vor 9 Wochen nach dem einschecken erst noch sehr schwer getan. Es waren mir zu viele Patienten auf unserer Station und da es im Haus 19 nur eine Küche (Auf unserer Station) gibt, mussten ca. 60 Patienten zu den Speisezeiten zwangsläufig auf unsere Station. Zu Anfang bin ich dann auch immer 5 Minuten vor Küchenschluss in den Speisesaal gegangen. Da der handelsübliche Patient natürlich pünktlich Essen will, war es zum Schluss am ruhigsten. Aber gut, irgendwann kennt Frau die Gesichter der anderen und schon ist die Angst vor Fremden dann nicht mehr so groß.

Das es einen aber nicht weiter bringt, wenn Frau die Menschen langsam, über Tage, kennen lernt, habe ich gestern bemerkt. Der obligatorische Termin beim Hausarzt stand nach der Entlassung aus der Klinik an.

Und es wurde zum persönlichen Fiasko. Schon auf dem Fußweg zum Arzt waren gefühlt 100000 Menschen auf der Straße, die ich nicht kannte und auch nicht kennen lernen wollte. Und ich hatte ja auch keine Zeit Sie alle kennen zu lernen. Und schon waren Sie wieder da. Frau Angst und Herr Panik. Die beiden haben mich zur Marionette werden lassen. Beim Arzt angekommen war es dann zu viel. Meine Wangen wurden mit den Tränen der persönlichen Ohnmacht benetzt. Meine Körper versucht das ganz-körperliche Zittern in meinem linken Bein zu bündeln. Nervös und hektisch springt es fern jeder weiteren Kontrolle auf und ab. Die Anspannung laugt mich so aus, als hätte ich einen 30 Km-Marsch mit 20 KG-Gepäck hinter mir.

„Neun Wochen“ hämmert es in meinem Kopf. Neun Wochen, die mir offensichtlich nur eines gebracht haben. Ich bin körperlich so fit geworden, dass ich mir diese persönliche Demütigung zu Fuß abholen konnte.

Nach 9 Wochen konnte ich mich frei in der Klinik bewegen. Nun ja, keine Kunst unter der Käseglocke. Mit den Menschen, die ich mir in Ruhe tagelang angeschaut habe, konnte ich sprechen, lachen, leben. Leider hat das nur nichts mit der Realität zu tun. Ich kenne keinen der Menschen, die mir in der Stadt begegnen.

Ob ich irgendwann diese Angst- und Panikattacken wieder loswerde? Vor 10 Wochen hätte ich der Geschichte noch eine Chance gegeben. Heute weiß ich, dass unsere Wohnung wieder zum Gefängnis für mich wird. Ich hasse mich dafür, dass ich die Angst und die Panik in mein Leben gelassen habe. Und ich hasse mich noch mehr dafür, dass ich mich ihnen nicht zur Wehr setzten kann.

Leider habe ich heute keinen positiven Gedanken für euch.

Pam

Oktober 20

Highlights aus meinem Blog…

Heute habe ich mal ein Paar meiner geistigen Ergüsse die vielleicht lesenswert sind.

Viel Spaß beim lesen….

  1. Erotik ist alles
  2. Ich kann auch anders
  3. Eine kleine Anfrage
  4. Offene E-Mail an Frau Dr. Merkel
  5. Und ihre Antwort
  6. Das Gebirge des Lebens
  7. Besondere Menschen / Sonja Lang
  8. Besondere Menschen / Jochen Heß
  9. Ein wundervolles Projekt

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Ich hoffe meine persönliche Auswahl in diesem Ranking sagt euch zu.

Soviel für heute,

eure Pam

Oktober 6

Wahre Worte

​Meine Nase ist schief

Meine Körperbehaarung fehl am Platz

Meine Arme zu wabbelig

Meine Brüste zu klein

Mein Bauch ist zu dick

Meine Hüften zu breit

Mein Arsch ist zu groß.
Doch zum Glück weisen uns die gütigen Medien den Weg aus der Hässlichkeit.
Lass dir die Nase richten

die Haare mit wax entfernen

Bezahl das Fitness-Abo für straffe Arme

Lass dir die Brüste vergrößern,

das Bauchfett absaugen

Den Arsch liften

und um Gottes Willen hör endlich auf zu essen und trink Eiweiß-Shakes, denn wenn du keine Lücke zwischen den Oberschenkeln hast, dann bist du auch nicht schön.
Und wenn auch all das nichts bringt, dann haben wir immer noch Photoshop.

Um deinen Körper solange zu richten, bis er in unser gesellschaftlich anerkanntes Schönheitsideal passt

und von dir selbst nichts mehr übrig bleibt.
Ein Hoch auf unsere Gesellschaft.

Die es mit einer Meisterleistung an Manipulation, Psycho-Marketing und Profitgier vollbracht hat all die schönen Mädchen, Jungen, Männer und Frauen, mit Ihren facettenreichen Körperformen, unterschiedlichen Haarfarben und individuellen Gesichtszügen auf ein unnatürliches Ideal zu reduzieren.
Überdenkt eure Wertvorstellungen.

Denn wirkliche Schönheit und wahre Größe

ist kein Kleidungsstück in 34.
Quelle & Inspiration:

Tin Huck

Oktober 4

Therapiegeflüster… Heimaturlaub

Hallöchen ihre Lieben,

ich hoffe ihr hattet ein eben so schönes Wochenende wie ich. Ich habe habe mir überlegt eine neue Rubrik ein zu richten. Das Therapiegeflüster. Nachdem mir unser immer gut gelaunte Arbeitstherapeut den PC freigeschaltet hat, hier jetzt die brandheißen News. Nun gut, hier werdet ihr sicherlich keine schmutzigen Details einer Depressionsstation lesen und ich hoffe ich habe euch nun nicht den Wind aus den Segeln genommen. Nein, hier geht es, eigentlich wie immer um meine Gedanken und um meine Sicht der Dinge. Aber halt Gedanken aus der Käseglocke, dem geschützten Bereich der Klinik. Und da ich ja wie ihr alle wisst keinerlei Humor habe, werden es sicherlich keine trockenen Themen werden. Also wie damals in der DDR, da hielt sich der Humor ja schliesslich auch „in Grenzen“. 😉 Vielleicht kann ich mit meinen Berichten ja auch dem ein oder anderen, der oder die mal in eine solche Klinik muss, ein wenig die Angst nehmen.

Nun an, hier der Heimaturlaub. Also einmal im Monat kann Frau als Patientin eine Übernachtung in der heimischen Umgebung beantragen. Nein, nicht in dreifacher Ausfertigung. Ein kleiner Zettel, ein paar Unterschriften und das Ding ist durch. Und dies war mein zweiter Heimaturlaub. Beim ersten Mal… ja, kurz und knapp, es war wie auch schon die anderthalb Jahre zuvor. Ich bin nicht aus dem Haus gegangen. Habe mich einfach nicht getraut. Schwer zu verstehen, aber es war so.

Und jetzt beim zweiten Mal, da hat es nun endlich funktioniert. Ich bin mit meiner Frau Sabine und meiner Tochter Michelle raus. Einen Spaziergang. Nein, nicht weit und auch nicht dort hin wo viele Menschen sind. Aber es war ein Spaziergang. Und ich war stolz wie Bolle. Ihr könnt dieses Gefühl sicherlich nicht nachvollziehen, aber es war mein erster Spaziergang nach vielen Monaten ohne Angst, ohne Anspannung und ohne das mir schlecht wird. Und wie schon der von walldorfgeprägte Vortänzer des Zentralrats der Seelenklempner in der Rede zum 30. Februar 2010 sagte:“ Die Wege werden an den kleinen Erfolgen gemessen!“. Für euch vielleicht keine Sache, mal eben Raus zu gehen. Aber für mich war es bis vor ein paar Tagen eine schier unüberwindliche Hürde. Und beim nächsten Mal heißt es denn frei nach Brittney Spears:“ Upps, i did it again…“.

So, ihr habt sicherlich auch noch was zu tun. Ich werde mal wieder unserem charmanten Arbeitstherapeuten auf den Sender gehen.

Also bis zum nächsten Mal auf diesem Kanal,

eure Pam

September 29

Dank Meryl Streep für die Worte aus meiner Seele…

​“Ich habe keine Geduld mehr für bestimmte Dinge. 

Nicht weil ich arrogant geworden bin, sondern einfach nur, weil ich einen Punkt in meinem Leben erreicht habe, an dem ich keine Zeit mehr mit dem, was mir missfällt oder mir wehtut, verschwenden will. 

Ich habe keine Geduld mehr für Zynismus, für übertriebene Kritik und Forderungen jeder Art. 
Ich hab den Willen verloren, denen zu gefallen, die mich nicht mögen, die zu lieben die mich nicht lieben und die anzulächeln, die mich nicht anlachen wollen.
Ich verschwende keine einzige Minute mehr an die, die lügen und manipulieren. Ich habe mich entschlossen nicht mehr mit Verstellung, Heuchelei, Unehrlichkeit und billigem Lob zu koexistieren. 
Ich toleriere weder selektive Gelehrsamkeit noch akademische Arroganz. 
Ich werde mich auch nie an den so beliebten Klatsch gewöhnen.

Ich hasse Konflikte und Vergleiche.

Ich glaube an eine Welt der Gegensätze und darum vermeide ich Menschen mit starren und unflexiblen Persönlichkeiten. 
In Freundschaften mag ich Mangel an Loyalität und Verrat nicht. Ich komme nicht klar mit solchen, die keine Komplimente oder ein Wort der Ermutigung geben können.

Übertreibungen langweilen mich und ich habe Schwierigkeiten Menschen zu akzeptieren die keine Tiere mögen. 
Und obendrein habe ich keine Geduld für alle, die meine Geduld nicht verdienen.“
~ Meryl Streep

(Urheber: José Micard Teixeira)