… und Sekunden, Stunden, Tage und Monate gehen ins Land. Und dann sind da die Zeiten, an denen ich mir so sehr wünsche, dass die Welt sich nicht weiter dreht. Es ist die Zeit, in der mich die Depression nicht so fest umklammert. Die Zeit in der ich das Leben mit der Depression aushalten kann. Die Zeit in der die Wolken mich nicht einhüllen. Die Zeit in der ich dann auch wieder leben, malen und musizieren kann. Ja, dann wünsche ich mir die Zeit würde still stehen und ebenso die Welt. So das die Depression mich nicht wieder in die Knie zwingen kann. So dass ich eine Chance auf Leben habe. Aber es ist so dass die Zeit weiter läuft und die Erde sich weiter dreht. Und so wird auch wieder das nächste Tief auf mich zukommen und ich werde wieder, wie so oft in den letzten Monaten, kämpfen müssen um auch das nächste Tief zu überleben.

Ich habe so verdammt viele Medikament und Therapien ausprobiert und nichts hat wirklich geholfen. Jetzt muss ich mich auf eine neue (alte) Therapie vorbereiten und die macht mir Angst. Es ist eine, so empfinde ich es, sehr aggressive Art der Therapie.  Aber es wird sein müssen, denn wenn ich es nicht versuche, vergebe ich eine  Chance auf eine dauerhafte Linderung der Depression und der Ängste. Eine Chance haben zu können wieder die Wohnung ohne Ängste verlassen zu können, wieder mit Sabine und Michelle „Normal“-leben zu können, wieder mit Freunden schreiben, sich treffen oder einfach nur telefonieren zu können. All das was schon seit einer sehr langen Zeit nicht mehr möglich ist.

Über eines bin ich mir immer bewusst. Egal was passieren wird, ich habe die besten und liebsten Menschen an meiner Seite. Meine geliebte Sabine und meine Töchter.

 

Also auf in den Kampf

Eure Pam

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