September 29

Dank Meryl Streep für die Worte aus meiner Seele…

​“Ich habe keine Geduld mehr für bestimmte Dinge. 

Nicht weil ich arrogant geworden bin, sondern einfach nur, weil ich einen Punkt in meinem Leben erreicht habe, an dem ich keine Zeit mehr mit dem, was mir missfällt oder mir wehtut, verschwenden will. 

Ich habe keine Geduld mehr für Zynismus, für übertriebene Kritik und Forderungen jeder Art. 
Ich hab den Willen verloren, denen zu gefallen, die mich nicht mögen, die zu lieben die mich nicht lieben und die anzulächeln, die mich nicht anlachen wollen.
Ich verschwende keine einzige Minute mehr an die, die lügen und manipulieren. Ich habe mich entschlossen nicht mehr mit Verstellung, Heuchelei, Unehrlichkeit und billigem Lob zu koexistieren. 
Ich toleriere weder selektive Gelehrsamkeit noch akademische Arroganz. 
Ich werde mich auch nie an den so beliebten Klatsch gewöhnen.

Ich hasse Konflikte und Vergleiche.

Ich glaube an eine Welt der Gegensätze und darum vermeide ich Menschen mit starren und unflexiblen Persönlichkeiten. 
In Freundschaften mag ich Mangel an Loyalität und Verrat nicht. Ich komme nicht klar mit solchen, die keine Komplimente oder ein Wort der Ermutigung geben können.

Übertreibungen langweilen mich und ich habe Schwierigkeiten Menschen zu akzeptieren die keine Tiere mögen. 
Und obendrein habe ich keine Geduld für alle, die meine Geduld nicht verdienen.“
~ Meryl Streep

(Urheber: José Micard Teixeira)

September 29

Welche Zukunft soll es denn bitteschön sein?

Diese Frage stelle ich mir in den letzten Tagen sehr häufig. Wie soll einen Zukunft sein für die du dich in dem Kampf gegen die Depression in dieser Klinik stürzt. Und mal wieder eine schwere Frage. Als ob das Leben einem nicht schon genug schwere Fragen vor den Latz knallen würde. Tja, das Leben und die Zukunft. Seit Nostradamus sicherlich eine viel diskutierte Partnerschaft, die nicht immer Vertrauen schafft.

Was also erwarte ich von der Zukunft und von der Therapie? Eine Zukunft in der alle Menschen nett und respektvoll zueinander sind! Eine Zukunft in der alle Menschen gleich sind! Eine Zukunft in der es für jeden Menschen einen Job gibt!! MMMMhhh… Sorry, das muss an meinen Medikamenten liegen. Wer denkt das solche Arten der Zukunft möglich wären, der sollte vielleicht doch das Zimmer neben mir buchen. Über Besuch bräuchte diese Person denn auch nicht nachdenken, denn in einer Psychose macht das, glaube ich, nicht viel Sinn. Also wieder in zurück in die Realität.

Um es in den unsterblichen Worten von Bryan Adams aus „Please forgive me“ zu sagen, in einer Sache bin ich mir absolut sicher, seine Beschreibung der Liebe zu einer Frau. Es ist die Liebe zu Sabine. Sie ist einzigartig. Sie ist mein Lebenselixier. Zwei weitere Felsen in meinem Leben sind meine Kinder die mir täglich ebenfalls die Kraft zum atmen geben. Und dann wird die Luft dünn… sehr dünn…

Natürlich wünsche ich mir eine Zukunft in der es die Kraft, die jedem Menschen ein Freund gibt. Und hier fängt es an. Was ist ein Freund ein Freund? Warum brauchen wir einen Freund? Habt ihr euch darüber schon einmal Gedanken gemacht? Ich finde es ist wieder eine von diesen schweren Fragen im Leben. Gibt es diesen Freund oder diese Freundin, die dich blind versteht, bei der du dich nicht andauernd erklären musst? Freunde die nicht nur die guten Zeiten mit dir teilen? Die auch Mal eine starke Schulter haben oder denen du deine Schulter leihen darfst? Tja… Also ich glaube nicht mehr dran. Nein, wirklich, ich glaube schon lange nicht mehr an Freundschaft. Ja, das klingt nicht nur traurig, ich fühle mich auch so, wenn ich drüber nachdenke. Es ist die Angst wieder enttäuscht zu werden. Immer wieder habe ich versucht Vertrauen zu schenken, aber ich habe schmerzvoll gelernt das Vertrauen ein Messer ist, dass irgendwann in deiner Brust steckt und dort einfach immer wieder gedreht wird. Auch wenn ich diese Therapie irgendwann gut beendet haben werde, wird es kein Vertrauen im Sonderverkauf mehr geben. Also mein Ziel in diesem Thema der Therapie. Wie Lebe ich weiter ohne andere Menschen zu brauchen.

Wie sieht es mit dem Thema Job aus, Frau Halling? Da ich nicht an Einhörner, den Weihnachtsmann oder an Versprechungen von Politikern mehr glaube, ist auch das Thema einer Arbeitsstelle für die transidenten Kreaturen vom Tisch. Die Gesellschaft hat mich von ALG I, über ALG II in die volle Erwerbsminderungsrente getrieben. Der Antrag wird nächstes Jahr höchstwahrscheinlich verlängert und dann geht es in die Frührente. Aber das muss doch noch ein Ziel sein? Klar, ich werde hier in der Therapie wieder mit dem Antrieb vertraut gemacht, der es mir ermöglichen wird weitere Bücher zu schreiben. Also freut euch schon Mal auf weitere geistige Ergüsse der dann hoffentlich antriebsvollen Pam.

Tja, dann wird es sehr dünn mit der Zukunft, oder? Ne, ich wünsche mir wieder mit Sabine spazieren gehen zu können. Einen Laden ohne Angst betreten zu können. Wieder schreiben zu können und meine Gitarre quälen zu können. Meine Kinder begleiten zu können in eine Welt die nicht perfekt ist.

Ja, das ist es. Ich will für die Zukunft lernen es zu ertragen, dass die Welt nicht perfekt ist. Das ist es, dass will ich lernen.

Ich wünsche euch das eure Welt vielleicht ein kleines Stück perfekter ist.

Alles liebe, Pam

September 29

Mein Buch und die #Ehefüralle

Hallöchen liebe Leserinnen und liebe Leser,

heute bin ich zeitlich Knapp dran. Ihr kennt das, der Chef verbraucht beim durchqueren der Arbeiterebene sinnlos Luft, die Kollegen versuchen ihr zartes, durch einer durchzechten Nacht verunstaltetem Anglitz hinter dem 19-Zöller zu verstecken, ohne dabei  durch die Fujitsu-Tastatur wie beim Büroschlaf auf der Stirn die verräterrische eingeritzte „QWERTZ“-Tattooverzierung zu bekommen und Frau selbst lässt Rauchwolken einer Überforderung der dampfbetriebenen Gehirnwindungen los.

Und damit ihr nicht in diesen Alltagsfrust eure Kreise ziehen müsst, habe ich heute zwei Tipps für euch.

Erstens mein Buch „Schlaflos in Essen – Die zweite Pubertät“

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Und als zweites ein sehr schöner, kurzer Trickfilm. Frederik Schrader und Tjorben Eckermann berichten informativ und investigativ, diesmal über die „Ehe für alle“.

September 27

In eine neue Zukunft

Es ist wieder Dienstag. Endlich wieder Dienstag. Wieso ich mich so freue? Es fühlt sich für mich wie ein Tag in einem ganz „normalen“ Leben an. Also das „normale“ Leben. Nein, kein „StiNo“-Leben. Ups, habe ich den Begriff des „StiNo´s“ schon mal erklärt? Um es in den Worten des unsterblichen ALF zu sagen „Es ist nie zu früh und selten zu spät“. Also die „StiNo´s“ sind die Otto-normal-Menschen, die denken sie sind das Maß aller Dinge und denken wenn sie alles schön verdrängen, dann haben sie auch offiziel keine Probleme. Sie denken sie sind die Werte, die unsere Gesellschaft ausmachen. Sie sagen wer Arbeiten darf und wer nicht. Sie sagen wer ein geachtetes Mitglied der Gesellschaft sein darf und wer nicht. Ich glaube ihr versteht langsam welche Art Menschen ich meine. Und da sie sich somit für „Stink Normal“ halten, sind sie halt „StiNo´s“.

Aber ich schweife ab. Vielleicht beginne ich einfach von vorne. Also ich habe mich in den letzten Jahren durch die vielen negativen Erfahrungen immer mehr zurück gezogen. Zuletzt habe ich mich, dank der daraus entstandenen Depression, anderhalb Jahre nicht mehr aus unserer Wohnung bewegt. Nichteinmal der Balkon war eine Option für mich. Also kein Leben was Frau wirklich leben möchte. Aber nicht nur ich habe dadurch gelitten. Auch mein geliebter Engel Sabine hat diese Zeit mit mir durchlitten. Nur durch ihre Kraft, die sie mir geschenkt hat, bin ich heute noch am Atmen.

Jetzt mache ich seit knapp 4 Wochen eine stationäre Therapie, um endlich die Depression und die damit verbundenen Probleme zu bearbeiten. Eine Heerschar von super lieben Therapeuten, Pflegekräfte und Mitpatienten zeigen mir, das es den „Alltag“ auch ohne traurige und verstörende, selbstzweifelnde Gedanken gibt. Und wa soll ich sagen, es funktioniert. Ich fange wieder an mich am Leben zu erfreuen. Ok, es ist hier eine geschütze Umgebung, in der „StiNo´s“ keinen Eintritt haben, und das ist gut so.

Und nun zum Dienstag. Also am Dienstag und am Donnerstag habe ich die sogenannte „Arbeitstherapie (AT) – Büro“. Hier kann Frau unter der Leitung eines überaus charmanten Arbeitstherapeuten die Welt der Computer und deren Programme für jeweils anderhalb Stunden kennen lernen. OK, alle „Schlaflos in Essen – Blog“-Jünger schreien jetzt auf “ Du blöde Kuh, du bist doch selbst Administratorin und hast selbst viele hundert Menschen in die Welt der Bits und Bytes eingeführt. Was willst du da noch lernen??“. Hey, natürlich bin ich nicht allwissend, obwohl ich mich manchmal, wenn es mir richtig gut geht dafür halte *Ironie aus.

Klar habe ich das gemacht, aber erstens lernt Frau nie aus (bei Dreibeinern bin ich mir da nicht immer so sicher) und zweitens gibt es mir ein Gefühl von Sicherheit weil ich es schon kenne. Ausserdem kann ich hier mein Arbeitstempo selbst vorgeben und ich kann die Dinge machen die ich schon kenne. Beispielsweise meinen Blog aus Vorderman bringen, Posts aus den Gehirnwendungen befreien und so weiter. Ich denke das neue Design meiner Seite, dass hier entstanden ist, ist euch ja hoffentlich auch nicht entgangen. Und daher ist der Dienstag und auch der Donnerstag ein Gewinn für mich. Es fühlt sich an als ob ich zur Arbeit gehen würde, in der ich meine Fähigkeiten ausschöpfen kann und auch mit anderen Menschen wieder in Kontakt komme. Also rundum ein gutes Paket diese „AT-Büro“.

So, nun ist das mit dem Dienstag geklärt und meine selbst gesteckte Vorgabe, Dienstags und Donnerstags einen Post in die Weite des Internets zu entlassen ist auch erfüllt.

Ich wünsche euch einen wundervollen Tag und vielleicht schaut ihr ja am Donnerstag wieder rein. Alles liebe, eure Pam

September 26

Die TIA schaut vorbei…

Ja, ich weiß, ich habe angekündigt jetzt möglichst jeden Dienstag und Donnerstag einen Post zu schreiben und, ob ihr es glaubt oder nicht, ich will mich auch daran halten. Was? Wie jetzt? „Donnerstag hast du doch keinen Post geschrieben“ werdet ihr euch zurecht denken. Stimmt, habe ich nicht. Dafür habe ich aber dieses Mal auch eine plausible Entschuldigung. Eine ungeliebte Bekannte hat sich am Mittwoch in ihrer unnachahmlichen Art gemeldet. Die TIA (Transitorische-ischämische Attacke) hat mich ein weiteres Mal aufgesucht.img_20160922_162302

Leider hat man dann nicht wirklich die Zeit sich den Lapi unter den Arm zu klemmen um dann frohen Mutes aus dem Intensivbett der Schlaganfallstation zu Posten. 72 Stunden an einem Kasten durch Drähte verbunden, die eine Symphonie aus gepiepse erzeugen. Eine Art der musikalischen Unterhaltung die eine ruhige Nacht, in der Frau ihren Schönheitsschlaf halten möchte, unmöglich macht.img_20160921_204609

Ok, ich höre schon wieder viele aufschreien. „Mensch Mädel, du hattest eine Durchblutungsstörung im Kopf, du musst mal runter schalten und deine dummen Sprüche lassen. Damit spasst man nicht rum!“. Ja klar muss man das ernst nehmen. Habe ich ja auch. Aber ich lasse mir von dieser offensichtlich anhänglichen TIA nicht mein Leben durcheinander bringen. Ich muss mit dem Risiko leben seit dem ich meinen transidenten Weg begonnen habe. Ich habe dieses Risiko bewusst in Kauf genommen, damit ich so sein darf wie ich bin. Ohne meine Hormone wäre mein Weg schon zu Anfang beendet gewesen. Mit Hormone habe ich zwar ein sehr hohes Risiko für eine TIA oder schlimmer für einen Schlaganfall, aber ich kann mit Hormone halt meinen Körper so fühlen wie mein Kopf es braucht.

Also heißt es mit dem Risiko zu leben. Und ich will leben, jeden Tag, jede Minute, jede Sekunde. Ich will mein Leben teilen dürfen mit der bezaubernsten Frau auf diesen Planeten. Und ich möchte nicht morgens beim Frühstück schon darüber nachdenken müssen ob ich vielleicht ein Ei zuviel esse, und damit das Cholesterin ein Risikofaktor wird. Das Risiko durch die Hormone ist so hoch, das ein Frühstücksei mehr oder weniger nicht ins Gewicht fällt. Also warum mehr Sorgen machen als nötig.

Diese ungeliebte Bekannte war nicht zum ersten Mal da und es wird wahrscheinlich auch nicht das letzte Mal gewesen sein. Ihr kennt das von den ungeliebten Verwandten. Sie kommen auch immer wenn man sie nicht braucht. Solange die TIA also keine Geschenke wie Sprachstörungen oder irgendetwas dauerhaftes mitbringt, sage ich „Glück gehabt, danke für deinen Besuch und lass dich nicht so schnell wieder sehen.“ .

Also mein Rat an euch, lebt euer Leben, jeden Tag, jede Minute, jede Sekunde. Ich mache es auch.

So dann, bis zum nächsten Mal auf diesem Kanal,

eure Pam

September 20

Ich bin wieder da…

Hallo liebe Leserinnen und liebe Leser,

mit einem neuen Design und vilen neuen Infos melde ich mich aus meiner Pause zurück. Wie gewohnt wird es wiedr viele gedankliche Ergüsse, Meinungen und Projekte geben. Ich werde die erste Zeit versuchen jeweils Dienstags und Donnerstags neue Beiträge einzubringen. Ich hoffe auch ihr bleibt am Ball. Also wir sehen uns.

Brandneu – Fernsehbeiträge und mein Promovideo

Alles liebe, eure Pam

September 15

Wenn das Vertrauen Flügel bekommt…

Das Vertrauen ist ein merkwürdiges Gut. Manchmal kommt es vor, dass wir aus heiterem Himmel anderen, unbekannten Menschen Vertrauen schenken. Und leider sehr oft kommt es dann aber dazu das wir vielleicht zu voreilig mit dem verschenken dieses wertvollen Gutes gewesen sind. Aber woran liegt das? Ist Vertrauen doch nicht das wertvolle Gut wie zum Beispiel ein Händedruck, also keine warme und innige Umarmung? Oder gehen wir Menschen einfach nur sorglos mit dem Gut des Vertrauens um?

Was ist dieses „Vertrauen“ eigentlich oder was ist Vertrauen für mich? Für mich ist es eine Art der Sicherheit zu anderen Menschen. Sie ist für mich so wichtig wie das Atmen. Ohne Vertrauen gibt es für mich keine Möglichkeit der Kommunikation mit dem mir gegenüber. Andere Menschen empfinden das Vertrauen vielleicht nicht als so wertvoll wie ich. Aber das müssen sie schließlich ja auch nicht.

Aber welches Vertrauen müssen wir annehmen oder geben? Ich denke das ist die schwierigste Frage. Grundsätzlich ist es ja ein Geschenk, dass wir dem anderen Menschen geben und oder ein Geschenk das wir in Empfang nehmen dürfen.

Also gilt vielleicht als Grundsatz… Schenke das Vertrauen nie zu schnell und verspiele das Vertrauen, dass dir geschenkt wird nicht leichtfertig. Mal schauen wie ich in der nächsten Zeit mit diesem Grundsatz zurecht komme.

Alles liebe, eure Pam

PS: Mit diesem Post beginne ich wieder zu schreiben. In der nächsten Zeit kommen wieder wie gewohnt meine Gedanken in Postform.