… oder das Große „warum“. In dem Lied „Herz über Kopf“ von
Joris gibt es die Textstelle „das Herz sagt bleib der Kopf schreit geh“. Diese
Passage beschreibt sehr gut wie es mir seit inzwischen Monaten geht.
Ich finde einfach nicht mehr zurück ins Leben. Und mein Kopf
fragt jeden verdammten Tag, warum soll ich weiter kämpfen. Ich hadere mit der
Gesellschaft, mit den Menschen und mit meiner Sicht der Dinge. „Der Kopf
schreit geh“… aus dem Leben. Ein Leben das mich nicht will. Raus aus einer
Gesellschaft, für die die Worte Toleranz und Miteinander nur eine emotionale
Bankrotterklärung ist. Ich weiß, wie ich mich am schonendsten aus diesem Leben
entfernen kann.
Aber dann ist da das Herz, es sagt bleib. Bleib bei Sabine
und bei deinen Kindern, denn sie lieben mich trotz all meiner Schwächen.
Sabines Herz gibt mir jeden Tag wieder die Kraft weiter zu kämpfen, obwohl mein
Kopf es nicht versteht.
In den letzten 4 Monaten habe ich es nicht einmal 10 Mal
geschafft die schützende Wohnung zu verlassen. Aus Angst. Aus Angst vor den
Menschen. Aus Angst mit Menschen sprechen zu müssen, mit denen ich nicht
sprechen möchte. Aus Angst Menschen zu begegnen, denen ich nicht begegnen
möchte. Aus Angst vor Abweisung. Aus Angst nicht sagen zu dürfen was ich fühle,
denke oder mir wünsche.
Jeden Tag stelle ich mir die Frage ob mein Leben jemals
wieder normal wird. Aber solange mein Herz noch „bleib“ sagt, gibt es Hoffnung.

Eure Pam

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