November 1

Und noch mal von vorne…

  Eigentlich wollte ich mich aus der Aufklärungsgeschichte in Zukunft heraus halten. Der Umzug von Essen nach Ibbenbüren sollte das Startsignal sein. Die Ereignisse der letzten Wochen hat aber die ganze Geschichte neu beleuchtet. Was ist passiert? Letzte Woche Montag bin ich mit Verdacht auf TIA in die Klinik hier in Ibbenbüren eingeliefert worden. Ausfälle beim Sprechen und Probleme mit dem Gleichgewicht haben schlimme Erinnerungen an den April 2013 durchblicken lassen. Auf der Intensivstation und auf der anschließenden Normalstation der Neurologie ereigneten sich dann Dinge die ich nie in einem Krankenhaus vermutet hätte. Ärzte die mich mit „Herr“ Halling und mit „er“ angesprochen haben (der Oberarzt der Station meinte nur, dass man sich wegen solchen Kleinigkeiten nicht aufregen sollte), obwohl sie mich nie als Mann erlebt hatten. Schlimmer noch, das mich ein Arzt mit Immigrationshintergrund in einer Weise Genötigt hat, die kein Mediziner machen darf. Samstag auf der Normalstation war mir wegen des Schwindels richtig schlecht. Das beste Mittel gegen die Übelkeit ist ein Tropf mit Vomex. Das hatte sich in den Tagen zuvor gezeigt. Der besagte Arzt verweigerte mir den helfenden Tropf mit den Worten: „Wir reden erst über die Untersuchung am Montag und wenn sie dann brav die Aufklärung unterschrieben haben, dann bekommen Sie den Tropf!“. Als ich mich geweigert hatte, über die Aufklärung als erstes zu sprechen, hat der Arzt mich mehrere Stunden mit meiner Übelkeit zappeln lassen. Ist das unterlassene Hilfeleistung?? Oder gar offene Diskriminierung. Als ich dann nach Stunden der Übelkeit eingewilligt hatte, klärte er mich über die Untersuchung auf, aber verweigerte weiterhin das entsprechende Mittel. Die einzige Erklärung für dieses Verhalten scheint eine streng gläubige Erziehung des griechischen Arztes und der Umstand dass ich eine Transfrau bin, zu sein. Oder was würdet ihr sagen??? Zwei Tage später habe ich die Klinik auf eigenen Wunsch verlassen, da mir diese transphobe Haltung der Ärzte einfach zu viel war. Der Entlassungsbericht hat mein Blut dann nochmals in Wallung gebracht. Ich wäre nicht zur Kommunikation Fähig und eine Vorstellung beim Psychiater ist dringend angeraten!!! Na Danke auch. Ich werde auf jeden Fall nach diesen Erlebnissen weiter Aufklären, denn das scheint der einzige Weg zu sein, damit solche Dinge in der Zukunft nicht mehr passieren. Zum großen Glück geht es mir heute besser. Euch ein schönes WE gewünscht.. LG, Pam


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Veröffentlicht1. November 2014 von pamelahalling in Kategorie "Allgemein

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