Juli 31

Gedankenlos oder lose Gedanken…

  … ist für mich jetzt die Frage. Wie ich dazu komme??? Mein kleines Büchlein. Mein kleines Büchlein, das so wichtig für mich in den letzten Wochen wurde. Ich habe hier ein Gedicht für einen viel zu früh verstorbenen kleinen Menschen aus meinen Gedanken entstehen lassen, lose Gedanken gesammelt und manche Notizen gemacht, damit ich nicht so gedankenlos (vergesslich) bin. Gerade lese ich die Einträge der letzten Wochen. Mein Blutdruckgerät zeigt einen Blutdruck von 78 zu 70 und einen Puls von 81. Ich lese Einträge, die ich in den letzten Wochen im Krankenhaus habe fließen lassen. Und heute bekomme ich Angst. Ich lese Einträge an die ich keinerlei Erinnerung mehr habe. Die Wirkung von all den Schmerzmitteln hat einen anderen Menschen aus mir gemacht. Einen Menschen den ich nicht kenne. War ich einfach nur zugedröhnt oder gewollt abgeschossen??? Sind die Einträge aus der Zeit nur Träume aus einem Rausch oder ist das alles wirklich so passiert? Verdammt, ich habe keinerlei Erinnerung daran. Im Moment wische ich mir die Tränen aus den Augen. Ja, wenn ich noch welche hätte, dann würde es „Weichei“ heißen. Aber weitgefehlt. Habt ihr es schon einmal erlebt, dass euch Medikamente so aus dem „Hier und Jetzt“ geschossen haben? Tilidin, Oxicodon bis hin zum Palladon. Mein Körper hat den Ärzten keine andere Wahl gelassen. Die Schmerzen waren einfach zu stark. Aber wie weit sollten wir gehen, damit wir uns in unserem Körper wohl fühlen? Hier gibt es nur eine Antwort. Soweit bis wir uns Zuhause fühlen in unserem Körper. Auch wenn ich heute, von dem was ich da gelesen habe, geschockt war. Ich würde es wieder tun. Weil mein persönlicher Held Dr. Heß und sein Team mich sicher an mein Ziel gebracht haben. Ich habe keine Schmerzen mehr. Die Medikamentenabhängigkeit bekomme ich gerade mit einem ausgefeilten Plan in den Griff und in ein paar Wochen werde ich sehr viele Medis nicht mehr nehmen müssen. Und ich bin Glücklich das ich meinen Weg jetzt wirklich abschließen konnte. Die letzten OP´s sind gelaufen und ab jetzt wird es heißen „Auf in die Zukunft“… Das war also der kleine Nachschlag von „Schlaflos in Essen“… versprochen. Ich freue mich auf viele neue Geschichten um und über Menschen, Gefühle und die Zukunft in Pam´s Schreibzeit. Alles liebe aus Essen, eure Pam PS: Helene Fischer hat mich neben Unheilig und Ich & Ich mit „Atemlos“ natürlich wieder beim Schreiben unterstützt…

Juli 29

Viel Zeit ist vergangen…

  … seit meinem letzten Post. Die simple und einfache Erklärung ist ein kleiner Krankenhausmarathon. Knapp 7 Wochen habe ich im Uniklinikum Essen für eine kleine Korrekturoperation verbracht. Ein Körper der nicht heilen wollte hat dann 5 Eingriffe daraus gemacht. Und wieder einmal kann ich mich nur bei Dr. Heß und seiner Frau bedanken, dass schließlich alles zum guten Ende kam. Weniger Begeisterung konnte ich dieses Mal für das Team der Station U1 aufbringen. Da ich mich nach meinem Aufenthalt im Mai über das ein oder andere Ereignis beschwert hatte, durfte ich nun einen 7 wöchigen Spießrutenlauf zwischen Pflegern und Schwestern mitmachen, die einen haben mich völlig ignoriert, die anderen nur noch Wortkarg und nur ein Pfleger der wirklich mich noch als Mensch wahrgenommen hat. Joachim, dafür danke ich dir. Am 24.07.14 wurde ich dann im guten Allgemeinzustand entlassen, nur hat keiner gesagt, dass ich von den Schmerzmitteln langsam runter kommen muss. Pustekuchen und so ging es schon am nächsten Tag wieder mit dem Rettungswagen mit schweren Entzugserscheinungen ins nächste Krankenhaus. Die im Philippusstift hier in Essen haben mich wieder auf Spur gebracht, aber von Hygiene haben die da noch nie was gehört. Das Beste am Philippusstift war meine Bettnachbarin Anja, der ich für ihre anstehende OP alles Gute wünsche und eine sehr schnelle Genesung. Euch natürlich auch alles liebe, eure Pam