Mai 2

Die Zeichen stehen auf „Schön“…

Gerade bin ich von einer morgendlichen, kleinen Einkaufstour zurück. Eine Flasche Pril und eine Packung Taschentücher. Das Pril war mir am Mittwochabend ausgegangen und die Taschentücher sind für die Reste meiner Rüsselseuche zuständig. Eigentlich würde jetzt der Abwasch der letzten zwei Tage anstehen, aber der Weg vom Netto bis nach Hause war mal wieder beeindruckend. So beeindruckend, dass meine Gedankenwelt sich füllte und ich es jetzt loswerden muss. Also Lapi und Musike an. Helene Fischer mit „Atemlos durch die Nacht“ kümmert sich um das Gefühlskaos. Auf dem Weg vom Netto habe ich zwei Pärchen gesehen und was taten sie? STREITEN!!! Und aus dem geöffneten Fenster eines Reihenhauses waren die unverkennbaren Meinungsverschiedenheiten einer Mutter und eines weiblichen Pubertiers zu vernehmen. Beeindruckend, welche Wortwahl sich manche Familien so um die Ohren hauen. Ist das normal? Oder sind Sabine, unsere Familie und ich eine Ausnahme? Laute Töne in Gesprächen oder gar Streit kennen wir nicht. Sabine und ich scheinen für unsere Ehe ein offensichtliches Geheimnis zu kennen. Wenn wir uns mal nicht einig sind, was sehr selten vorkommt, dann reden wir miteinander. Ja, REDEN!!! Nicht schreien oder beleidigen. Schlicht und einfach reden. Und was soll ich euch sagen. Das ist unser Geheimnis. Also pssssssssstttt… nicht verraten!!! Nun ist Sabine gestern zur Wohnungsjagt nach Ibbenbüren aufgebrochen. Meine Rüsselseuche und ich blieben aus verständlichen Gründen Zuhause. Frau soll schließlich zu einem Besuch Freude und gute Laune mitbringen. Da ist die Rüsselseuche ein unpassendes Geschenk. Aber eines stand schon fest als Sabine ihre Reise gerade angetreten hatte und sie Tür hinter sich zugezogen hat. Ich vermisse sie schrecklich. Jede Faser meines Körpers schreit nach ihrer Nähe. Und das wird auch bis Sonntag so bleiben, bis Sabine wieder in meinen Armen angekommen ist. Und schon am Mittwoch kommt die nächste Trennung auf Zeit. Die OP. Aber da werde ich meine Zeit auf der besten Station verbringen. Die Menschen der U1 werden gut auf mich aufpassen. Aber bevor ich abschweife. Wenn ich auf einer Strecke von ca. 700m schon drei Auseinandersetzungen mitbekomme, bei deren Wortwahl sich sogar das Gras an den Seitenstreifen vor Scham in rot färbt, was soll einem dazu noch einfallen? Warum Leben diese Menschen eigentlich zusammen? Wenn sie keinerlei Wertschätzung für einander haben? Und von Liebe kann hier wirklich keine Rede sein. Sind das Zweckbeziehungen? Ich verstehe das nicht. Naja, ich werde mir die Geschichte noch mal beim Abwaschen durch den Kopf gehen lassen. Aber die wichtigste Erkenntnis. Sabine und ich scheinen einzigartig zu sein. Wir leben ohne laute Worte oder Streit. Bei uns gibt es eine tägliche Dosis Liebe, Respekt und Zuneigung. Und daher werden Sabine und ich überall glücklich sein. Also bald “Glücklich in Ibbenbüren”. Euch einen schönen Start in das Wochenende gewünscht. Lieben Gruß aus Essen, Pam


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Veröffentlicht2. Mai 2014 von pamelahalling in Kategorie "Allgemein

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