Mai 21

Freunde helfen Freunden…

Die letzten Tage waren für mich die Hölle. Zwei Operationen und Komplikationen die sich keiner Wünscht haben mich an die Grenzen meiner Kraft geführt. Noch jetzt habe ich mit den Folgen der OP´s zu kämpfen. Denn die Kraft die ich am 07.05.14 noch hatte, ist komplett aufgebraucht. Auch für diese Worte muss ich kämpfen. Schmerzen beim sitzen und wenig Kraft zum Konzentrieren machen das Bloggen fast unmöglich. Aber dieser Post liegt mir so sehr am Herzen und so wird alles Kraft mobilisiert um Danke zu sagen. Danke Sabine, jede Sekunde in denen wir in den letzten Tagen getrennt waren, waren die Hölle. Aber du hast jede mögliche Minute, Stunde an meinem Bett verbracht um mir Kraft zu geben. Ich liebe dich so sehr. Es gibt keine bessere Ehefrau als dich. Danke an Julia, Larissa und Sonja. Ihr habt es als einzige aus einem Kreis von Freunden geschafft mich durch eure Besuche am Krankenbett aufzubauen. Vielen Dank für die Kraft, die schönen Gespräche und den Humor den ihr mir mitgebracht habt. Und ein besonderer Dank gilt Sonja Lang. Sie ist nicht nur eine sehr liebe und besondere Freundin, sondern auch Heilpraktikerin für Psychotherapie. Und sie hat mir ein wertvolles Geschenk gemacht. Als sie gemerkt hat wie schlecht es mir ging, hat sie mir kraftvolle Worte per MP3 geschickt. Eine aufbauende Hypnose, in der sie mit ihrer ruhigen und sanften Stimme alte Kräfte in mir mobilisiert hat. Für mich seit dem ersten anhören das ultimative Mittel und schwere Zeiten zu überstehen. Sonja, ich kann nur Danke sagen. Danke für deine Freundschaft und für dein Fingerspitzengefühl wann eine Freundin deine Hilfe braucht. Diese vier Menschen sind für mich seit diesen Tagen noch viel wertvoller geworden. Ihr seid Engel. Auch Danke an alle die mir ihr Genesungswünsche per Mail oder Facebook und per Google+ zukommen ließen. Danke dass ihr an mich gedacht habt. Lieben Gruß aus Essen, Pam

Mai 10

Absolut Reizlos…

  … welch Aussage der Ärztin in der Visite heute Morgen. Und nein, natürlich sprach sie in dem Bezug nicht von meinem Traumbody *zwinker*. Nein, sie sprach von den OP-Narben die mir die Skalpelle am Donnerstagmorgen zugefügt haben. Und in diesem Bezug waren diese Worte, die sonst keine Frau gerne hört, völlig in Ordnung. Somit ist das OP-Ergebnis vom Donnerstag auch soweit gut zusammen gefasst. Ich habe es gut überstanden und außer ein paar verbliebenen Schmerzen, beim Laufen, sitzen, liegen und so weiter, ist alles gut. Aber nichts was ein gutes Schmerzmittelchen nicht wieder gut macht. Zwei superliebe Bettnachbarinnen versüßen mir den Tag und auch der ein oder andere Besuch hatte sich schon eingefunden. Natürlich ist auch Sabine täglich an meiner Seite… ja, das ist echte Liebe Smiley Auch von mir nochmals vielen lieben Dank für all eure Genesungswünsche. Ihr seid Engel Smiley So, soweit das kleine Update zu meinem Krankenhausbesuch. 10256902_640443036031883_5582897309469058327_n Euch wünsche ich ein wunderschönes Wochenende. Nächste Woche gibt es dann wieder einen Videoblog Smiley Eure Pam

Mai 5

Nervöse Routine…

Nicht einmal mehr 48 Stunden und es geht für mich ins Krankenhaus. Nur noch 72 Stunden bis zur OP. Eigentlich sollte es für mich ja schon, nach dem letzten Jahr, eine gewisse Routine sein. Aber dieses Mal ist es irgendwie anders. Ich will jetzt nicht von Angst reden. Nein, es ist nicht wirklich Angst. Vielleicht Respekt vor dem Eingriff. Eigentlich ist es dieses Mal auch nur „Kleinkram“ der gemacht werden muss. Also kein Vergleich zu den Operationen im letzten Jahr. Und trotzdem bin ich angespannt und total nervös. Ich weiß dass Sabine an meiner Seite sein wird, dass ich auf eine Station komme, bei der die Schwestern und Pfleger sich ein Bein für ihre Patienten ausreißen. Und trotzdem bin ich angespannt und total nervös. Ich weiß dass ich von dem besten Arzt und seinem Team operiert werde. Und trotzdem bin ich angespannt und total nervös. Kennt ihr das auch, wenn ihr nervös vor einer Routinegeschichte werdet? Was macht ihr gegen diese innere Unruhe?

Mai 2

Die Zeichen stehen auf „Schön“…

Gerade bin ich von einer morgendlichen, kleinen Einkaufstour zurück. Eine Flasche Pril und eine Packung Taschentücher. Das Pril war mir am Mittwochabend ausgegangen und die Taschentücher sind für die Reste meiner Rüsselseuche zuständig. Eigentlich würde jetzt der Abwasch der letzten zwei Tage anstehen, aber der Weg vom Netto bis nach Hause war mal wieder beeindruckend. So beeindruckend, dass meine Gedankenwelt sich füllte und ich es jetzt loswerden muss. Also Lapi und Musike an. Helene Fischer mit „Atemlos durch die Nacht“ kümmert sich um das Gefühlskaos. Auf dem Weg vom Netto habe ich zwei Pärchen gesehen und was taten sie? STREITEN!!! Und aus dem geöffneten Fenster eines Reihenhauses waren die unverkennbaren Meinungsverschiedenheiten einer Mutter und eines weiblichen Pubertiers zu vernehmen. Beeindruckend, welche Wortwahl sich manche Familien so um die Ohren hauen. Ist das normal? Oder sind Sabine, unsere Familie und ich eine Ausnahme? Laute Töne in Gesprächen oder gar Streit kennen wir nicht. Sabine und ich scheinen für unsere Ehe ein offensichtliches Geheimnis zu kennen. Wenn wir uns mal nicht einig sind, was sehr selten vorkommt, dann reden wir miteinander. Ja, REDEN!!! Nicht schreien oder beleidigen. Schlicht und einfach reden. Und was soll ich euch sagen. Das ist unser Geheimnis. Also pssssssssstttt… nicht verraten!!! Nun ist Sabine gestern zur Wohnungsjagt nach Ibbenbüren aufgebrochen. Meine Rüsselseuche und ich blieben aus verständlichen Gründen Zuhause. Frau soll schließlich zu einem Besuch Freude und gute Laune mitbringen. Da ist die Rüsselseuche ein unpassendes Geschenk. Aber eines stand schon fest als Sabine ihre Reise gerade angetreten hatte und sie Tür hinter sich zugezogen hat. Ich vermisse sie schrecklich. Jede Faser meines Körpers schreit nach ihrer Nähe. Und das wird auch bis Sonntag so bleiben, bis Sabine wieder in meinen Armen angekommen ist. Und schon am Mittwoch kommt die nächste Trennung auf Zeit. Die OP. Aber da werde ich meine Zeit auf der besten Station verbringen. Die Menschen der U1 werden gut auf mich aufpassen. Aber bevor ich abschweife. Wenn ich auf einer Strecke von ca. 700m schon drei Auseinandersetzungen mitbekomme, bei deren Wortwahl sich sogar das Gras an den Seitenstreifen vor Scham in rot färbt, was soll einem dazu noch einfallen? Warum Leben diese Menschen eigentlich zusammen? Wenn sie keinerlei Wertschätzung für einander haben? Und von Liebe kann hier wirklich keine Rede sein. Sind das Zweckbeziehungen? Ich verstehe das nicht. Naja, ich werde mir die Geschichte noch mal beim Abwaschen durch den Kopf gehen lassen. Aber die wichtigste Erkenntnis. Sabine und ich scheinen einzigartig zu sein. Wir leben ohne laute Worte oder Streit. Bei uns gibt es eine tägliche Dosis Liebe, Respekt und Zuneigung. Und daher werden Sabine und ich überall glücklich sein. Also bald “Glücklich in Ibbenbüren”. Euch einen schönen Start in das Wochenende gewünscht. Lieben Gruß aus Essen, Pam