Dezember 26

Einfach nur noch sprachlos…

Am Montag wollte mein Hausarzt mich schon ins Krankenhaus überweisen. Aber er ist dann meiner Bitte, die Feiertage zuhause verbringen zu wollen, nachgekommen. Aber wenn ich merke das es schlechter wird mit dem Atmen oder mit der Ausdauer, dann sollte ich sofort ins Krankenhaus gehen. Heute habe ich die Treppen zu unserer Wohnung (nur ein Stockwerk) nur noch mit letzter Kraft geschafft und das war mein Signal doch im Krankenhaus vor zu sprechen. Da mein Hausarzt mich eh für die Herzuntersuchungen einweisen wollte, habe ich natürlich schon mal meine Tasche gepackt, da ich damit rechnen musste sofort da zu bleiben. In der Aufnahme haben die mich sofort an das EKG angeschlossen. Dann habe die den Arztbrief von dem Verdacht auf eine Tia (vor ein paar Wochen) gelesen und ab da wurden alle Untersuchungen eingestellt. Der Arzt wusste nun, dass ich F64 bin und somit bin ich ja nicht mehr zurechnungsfähig. Direkt nach der Blutabnahme hat der Arzt dann schon den Kurzbrief für die Entlassung geschrieben. Darin steht, dass ich mir die Erschöpfung, die Atemnot und die Mangelnde Ausdauer (Ich schaffe keine Treppe ohne Pause) nur einbilden würde. Die Ergebnisse der Blutuntersuchung wären unauffällig, obwohl der Arzt es noch nicht wissen konnte, da das Blut ja noch auf dem Weg zum Labor war. Leider war es auch dieses Mal ein Arzt mit Immigrationshintergrund. So durfte ich dann gehen. Jetzt muss ich bis Montag warten bis mein Hausarzt wieder da ist um dann zu klären wie ich jetzt an die wichtigen Herzuntersuchungen heran komme. Es ist noch sehr viel Aufklärungsarbeit nötig, bis auch die letzten Provinzärzte verstehen, dass eine Frau mit F64 Hintergrund nicht gleichzeitig verrückt sein muss. LG, Pam

Dezember 23

Einmal Arschkarte…

  …immer Arschkarte. So oder so ähnlich wird es wohl klingen wenn ich über die Zukunft nachdenke. Seit gestern weiß ich dass 2015 genauso beschissen anfängt wie das Jahr 2014 geendet ist. Für mich geht es gleich im Januar ins Krankenhaus. Da hätte mich mein Hausarzt am liebsten gestern schon gesehen, aber ich wollte die Feiertage noch zuhause bei Biene verbringen. Ihrem Knie geht es langsam aber sicher besser. Dafür macht bei mir die linke Herzklappe Probleme. Ein Ultraschall hat ergeben dass die nicht mehr so mitspielt wie sie eigentlich sollte. Ja, so kann 2015 beginnen. Ob ich noch Lust auf Weihnachten habe… lass mich mal überlegen… Ne, dieses Weihnachten wird bestimmt nicht als das Fest der Besinnlichkeit in die Annalen eingehen. Euch trotzdem ein frohes Fest und eine besinnliche Zeit gewünscht. LG, Pam

Dezember 19

Die Depression zu Besuch…

Wenn mal wieder jeder Gedanke schwer fällt… wenn mal wieder kein Licht am Ende des Tunnels ist… wenn es mal wieder keinen Grund zum lachen gibt… ja, dann ist ein ungeliebter Gast zu Besuch. Die Depression. Keine weiß warum Sie wieder da ist, was Sie dir sagen möchte oder wie lange Sie dieses mal bleibt.  Das einzige was klar ist… es wird wieder eine beschissene Zeit und wieder eine Menge Arbeit bis Sie wieder geht. Aber irgendwann wird Sie wieder gehen und so sicher wie das Armen in der Kirche wird Sie irgendwann wieder auf der Matte stehen. Einmal Depressionen, immer wieder Depressionen. Damit werde ich wohl leben müssen. Passend zur ach so tollen Weihnachtszeit schafft es kein positiver Gedanke die lästige Besucherin zu verjagen. Also werde ich mich mal wieder zurück ziehen um mal wieder einen Kampf mit der Besucherin zu führen. Ich könnte kotzen… ach ne, das habe ich ja schon die halbe Nacht… verdammte Festtage. Euch wünsche ich bessere Feiertage und einen besseren Start in das neue Jahr… LG, Pam

Dezember 11

Ich brauche eure Unterstützung…

Seit nun mehr 3 Jahren betreibe ich die Aufklärungsarbeit zum Thema Transidents und für die gleichgeschlechtliche Ehe. Das ist für mich nicht nur eine Herzensangelegenheit, sondern auch eine wichtige Aufgabe. Ich glaube ich darf sagen, das Sabine und ich schon viel erreicht haben. Viele Leser und Leserinnen konnten durch unseren offenen Umgang mit der Transident einen Einblick in den oft schweren Weg erfahren. Wir konnten viele Menschen für ein offenes Ohr gewinnen und viele haben zugehört oder gelesen. Diese Aufklärungsarbeit ist ehrenamtlich und somit haben wir keine Einnahmen, mit denen wir zum Beispiel das Betreiben der Internetseite oder die erforderliche Technik finanzieren können. Das ging bislang zu unseren Lasten. Aber langsam kommt die veraltete Technik an ihre Grenzen und somit suche in nun Sponsoren, die uns unterstützen können. Ich würde die Aufklärungsarbeit sehr gerne ausbauen und besser auf die unterschiedlichen Medien abstimmen. 10 Euro können die meisten im Portmonee verschmerzen. Uns würden schon 10 Euro weiterhelfen. Bitte nutzt den aufgeführten Link für die Unterstützung. http://www.amazon.de/registry/wishlist/3MD69VP823PBR Also bitte unterstützt uns. Auch wenn AMAZON nicht wirklich gut in der Öffentlichkeit ankommt, ist es doch eine sehr gute Plattform um Spenden zu sammeln. Ich danke euch von Herzen. Eure Pam

Dezember 4

Die kleine Anfrage von Volker Beck…

In dieser Nachricht findet ihr die kleine Anfrage von MdB Volker Beck der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen an die Bundesregierung: Sobald es eine Antwort gibt werde ich Sie mit euch teilen.   —–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: Volker Beck MdB [mailto:presse@volkerbeck.de]
Gesendet: Dienstag, 2. Dezember 2014 10:06
An: volker.beck.ma06@bundestag.de
Betreff: Kleine Anfrage zu gleichgeschlechtlichen Ehen: Die CDU m?chte Ehen sch?tzen ? und empfiehlt gl?cklichen Paaren die Scheidung
Zur soeben eingebrachten kleinen Anfrage Frage zu gleichgeschlechtlichen Ehen in Deutschland erklärt Volker Beck, innenpolitischer Sprecher:
„Das Eheverständnis der CDU ist Biedermeier pur. Die rückwärtsgewandte Politik der CDU hat einen neuen absurden Höhepunkt erreicht: Ausgerechnet die CDU, die immer reflexartig den besonderen Schutz der Ehe betont, legt einem glücklich verheirateten Paar die Scheidung nahe – weil diese Schwierigkeiten hat eine aktualisierte Eheurkunde mit dem neuen Geschlecht einer transidenten Frau zu bekommen. Wenn das kein Angriff auf die Ehe ist?
Hintergrund der Anfrage ist die im Namen der Bundeskanzlerin geschriebenen Antwort auf die Frage der transidenten Pamela Halling, warum sie keine Urkunde für ihre Ehe mit ihrer Frau Sabine erhalte. Die beiden haben geheiratet als Pamela Halling noch als Mann im Personenstandsregister eingetragen war. Beide sind rechtsmäßig verheiratet, können aber keine aktualisierte Eheurkunde bekommen.
Die CDU muss endlich verstehen, dass seit der Änderung des Transsexuellengesetzes vor fünf Jahren gleichgeschlechtliche Ehen in Deutschland gibt. Diese sind allerdings Transsexuellen vorbehalten und selbst die CDU stellt in dem Antwortschreiben fest, dass dadurch Schwule und Lesben diskriminiert werden.
Von der Bundesregierung erwarte ich unter anderem Auskunft über die Anzahl gleichgeschlechtlicher Ehen in Deutschland und was sie gedenkt zu tun, um rechtmäßig verheirateten Paaren zu ermöglichen, Eheurkunden zu erhalten.
Außerdem wird es Zeit, dass die Rechtslage und Verfassungsrechtsprechung zum Transsexuellengesetz auch in den Parteizentralen bekannt gemacht wird.“
Die kleine Anfrage „Gleichgeschlechtliche Ehen in Deutschland“ finden Sie hier (PDF):
http://www.volkerbeck.de/wp-content/uploads/2014/12/Anl-18-293-kA-gleichgeschlechtliche-Ehen-1.pdf
+++ Ein Informationsdienst von Volker Beck MdB +++
ACHTUNG: Mails an die Absender-Adresse werden nicht
bearbeitet. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an
volker.beck@bundestag.de.
Volker Beck MdB
Mitglied der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Telefon: 030/227-71511
Telefax: 030/227-76880           Gemeinsam sind wir stark und gemeinsam können wir viel erreichen. Daher bitte teilen und liken. LG, Pam

November 21

Die behördliche Frechheit kennt keine Grenzen…

Ja, Sabine und ich kämpfen weiter für das behördliche Zeugnis unserer gleichgeschlechtlichen Ehe. Und mit diesem Wunsch stehen wir nicht alleine da. Wir bekommen täglich Mail und Nachrichten von Menschen die uns unterstützen, aber auch von Menschen die das selbe durch machen. Wie Anke-Luzia Potas. Sie hat auch eine Interessante Antwort von dem zuständigen Standesamt. Freundlicher weise darf ich diese Antwort, die man nur als Frechheit betrachten kann, veröffentlichen. Aber lest selbst: Sehr geehrte Frau Potas,
gemäß Ihrem Schreiben vom 06. 11. 2014 haben sie beantragt das ihr ehemaliger männlicher Vorname B. nach ihrem rechtskräftigen Beschluss durch das Amtsgericht S. vom 15.05.2014 über die Änderung ihres Vornamens und Geschlechts nicht mehr auf ihre Eheurkunde erscheinen soll. Diese Bitte haben sie unter anderem mit dem Offenbarungsverbot nach § 5 Transsexuellengesetz (TSG) unterlegt.
Diesen Antrag lehne ich hiermit teilweise ab. Nach tiefer Prüfung der entsprechenden gesetzlichen Grundlagen finde ich in deren Auslegung keine Ermächtigung zur vollständigen Ersetzung ihres Eheregister. Gemäß § 47 Personenstandsgesetz (PStG) kann eine Personenstandsänderung nur dann berichtigt werden wenn der Eintrag inhaltlich unrichtig ist. Sie haben gemäß § 1 und § 9 TSG ihren Vornamen und ihr Geschlecht ändern lassen. Eine entsprechende Mitteilung darüber habe ich von ihren Geburtsstandesamt und parallel von ihnen selbst erhalten. Gemäß § 5 (4) i.V.m § 3 (1) PStG obliegt mir die Zuständigkeit für die Fortführung ihres Eheregisters. Die Fortführung des Eheregisters selbst richtet sich nach § 16 PStG. Hier ist aufgeführt in welchen Fällen eine Folgebeurkundung und somit Fortführung im Eheregister erfolgt.
In ihren Fall handelt es sich um eine Fortführung hinsichtlich der Änderung ihres Vornamens und ihres Geschlechts im Eheregister.
Eine entsprechende Grundlage dafür gibt es konkret in §§ 16 (1) Nr. 5,6 PStG , weshalb im jetzigen Fall eine entsprechende Folgebeurkundung vorzunehmen ist.
Die Inhalte des Eheregisters richten sich nach §15 PStG.
Im Eheregister werden die Namen der Ehegatten dabei in zweierlei Hinsicht erfasst.
Zum einen werden nach § 15 (1) Nr. 2 PStG die Vornamen und die Familiennamen jedes Ehegatten zum Zeitpunkt der Eheschließung aufgeführt.
Parallel dazu werden nach § 15 (1) Nr.3 PStG die nach der Eheschließung geführten Vor – und Familiennamen separat geführt.
Im Zusammenhang mit der Folgebeurkundung , insbesondere über die Änderung Ihres Vornamens , wird nach meiner Auffassung in ihrem Fall nur der Leittext über den nach der Eheschließung geführten Vornamen (§15 (1) Nr.3 PStG9 angepasst.Der Name zum Zeitpunkt der Eheschließung (§ 15 (1) Nr.2 PStG) bleibt davon unberührt.
Aus einer entsprechenden Folgebeurkundung über die Änderung ihres Vornamens nach der Eheschließung (Leittext nach § 15 (1) Nr.3 PStG) ist ihre Namensänderung deutlich ersichtlich.
Somit ergibt sich die jetzige Namensführung entsprechend der beiliegenden Eheurkunde vom 18.11.2014. In ihrem Schreiben vom 06.11.2014 haben sie bei der Verwendung des ehemaligen männlichen Vornamens B. im Eheregister Bedenken bezüglich eines Verstoßes gegen das Offenbarungsverbot nach § 5 TSG geäußert.
Das Offenbarungsverbot enthält aus meiner Sicht jedoch lediglich Regelungen bezüglich der Benutzung ihres Eheregisters.
Deshalb beziehe ich die Festlegungen für das Offenbarungsverbot nicht in meine Entscheidung über die Folgebeurkundung im Eheregister ein.
Somit stellt meine Folgebeurkundung im Eheregister mit der Weiterführung des männlichen Vornamens aus meiner Sicht kein Verstoß gegen das Offenbarungsverbot nach § 5 TSG dar.
Da die vorhanden Entscheidung über die Namensführung im Eheregister nach § 15 PStG und die sich daraus ergebenden Inhalte auf der Eheurkunde nach § 57 PStG aus meiner Sicht somit richtig sind, kann ich keine Berichtigung der beurkundeten Daten gemäß § 47 PStG vornehmen. Gemäß §§ 48 bis 53 PStG haben sie die Möglichkeit beim Amtsgericht N. ………
den Antrag zu stellen, durch richterliche Anordnung die Standesbeamtin des Standesamtes W. zur Berichtigung des Personenstandseintrages anweisen zu lassen.
Anke kämpft den gleichen Kampf den viele transidente Menschen kämpfen müssen, aber warum??? Das Gesetzt ist eindeutig und unsere jeweiligen Ehen sind rechtskräftig, egal was die vom Standesamt schreiben. Oder was mir eine Frau Burholt geantwortet hat. Wissen diese Menschen nicht das sie sich lächerlich machen???? Also stay tuned…. Alles liebe, eure Pam

November 18

WICHTIG!!! Wir brauchen eure Hilfe!!!!

Liebe Leserinnen und Leser,
wie ihr schon mitbekommen habt, kämpfen Sabine und ich für das behördliche Zeugnis unserer gleichgeschlechtlichen Ehe. Politiker von den Parteien „Bündnis 90/Die Grünen“ und „Die Linke“ setzten sich ebenfalls inzwischen für uns ein. Herr Volker Beck hat stellvertretend für seine Parteien unseren Hilferuf entgegen genommen um dieser Regierung diese Frage erneut zu stellen. Innerhalb von nur einer Woche haben sich viele unserem Ruf nach einer Öffnung einer gleichgeschlechtlichen Ehe angeschlossen. Nur die Medien haben offensichtlich noch nicht verstanden was unser gemeinsame Stimme sagt.:“ Es gibt die gleichgeschlechtliche Ehe bereits seit 2011 in Deutschland. Warum diskriminiert unsere Regierung also immer noch die schwulen und lesbischen Paare in Deutschland???“. Warum lassen sich schwulen und lesbenverbände immer noch mit einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft abspeisen??? Warum kämpfen Schwule, Lesben und Transidente nicht gemeinsam diesen Kampf???
  Es gibt einen Weg die Antworten zu bekommen…
… bitte unterstützt uns mit eurer Hilfe!!! …teilen und liken ( https://www.facebook.com/gleichgeschlechtlicheehe?ref=bookmarks ) Je mehr wir sind umso besser wird unsere Stimme gehört!!!! Vielen lieben Dank, ihre Pamela Halling https://www.facebook.com/gleichgeschlechtlicheehe?ref=bookmarks

November 6

Gipfeltreffen im Klinikum Ibbenbüren…

Nach dem Krankenhausaufenthalt und dem falschen Arztbrief gab es heute eine Aussprache mit dem Chefarzt und dem Arzt, der mir das Medikament verweigert hat. Ich hatte um dieses Gespräch gebeten um zu verstehen was da passiert ist. Und wiedermal hat es sich bestätigt, dass in der Ruhe die Kraft liegt. Bei einem ruhigen Gespräch, in dem alle ihre Positionen darlegen konnten wurden schnell alle Missverständnisse beigelegt. Ich habe meine Entschuldigung und einen neuen Arztbrief bekommen und die Ärzte die Erkenntnis, dass erst die Übelkeit behandelt werden sollte und dann die Einwilligungserklärung besprochen wird. Somit steht es 1:0 für den Satz: „Die beste Waffe ist das Wort!“. Wir haben die Worte ausgetauscht und alle sind zufrieden. Also Reden statt Streiten… Euch einen lieben Wochenteiler gewünscht, eure Pam