Gestern habe ich meine Vertragsaufhebung von meinem Arbeitgeber bekommen. Damit war es Amtlich. Ich stehe wieder mal dem Arbeitsmarkt zur Verfügung und wie ich ja schon geschrieben hatte, nehme ich viele positive Erfahrungen mit. Was ist aber passiert. Ich habe während ich mit den Kunden telefoniert habe ein altes Handicap bei mir wiedergefunden. O.k. eigentlich hat es mich wieder gefunden. Ich habe ein Problem, welches viele tausend andere Menschen auch haben. Ich kann lesen und schreiben. Wie hätte ich auch sonst meinen Blog und mein Buch schreiben können. Aber was ich nicht kann ist vorlesen. Wenn ich vorlesen soll komme ich ins Schwitzen und bekomme Panik. Ich füge Worte ein die nicht im Text stehen, ich füge die Sätze falsch zusammen und so weiter. Tja, und mit diesem Handicap war ich nicht mehr passend für die Kundenberatung. Hier hätte ich den Kunden viele Texte vorlesen müssen und das war ein Problem. Schäme ich mich jetzt? Garantiert nicht. Muss man denn alles können? Nein, kein Mensch muss alles können. Es gibt ja auch Menschen die Dinge nicht können die ich kann. Somit war meine neue Karriere eine sehr kurze. Nun nehme ich das Problem aber auf und tue was dagegen. Irgendwann in naher Zukunft kann ich meinen Kindern vorlesen. Dann werde ich meiner Frau auch Gedichte und romantische Geschichten vorlesen können. Wieder ein kleines Ziel für die nahe Zukunft. Aber jetzt muss ich mich wahrscheinliche erst einmal gegen das System des Hartz IV wehren, denn durch den Aufhebungsvertrag werde ich wahrscheinlich eine Sanktion mit 30 % bekommen. Ich habe dem Aufhebungsvertrag im guten Glauben an eine für alle friedliche Lösung zugestimmt. Heute weiß ich dass es falsch war. Aber ich bleibe trotzdem dabei, man muss sich nicht zwangsweise mit einem Arbeitgeber streiten, wenn es aus Sicht beider Parteien nicht passt, auch wenn die Vorgaben des Jobcenters nur andere Lösungen bevorzugen. Also mal schauen was mich da jetzt erwartet.

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