März 31

22 und der Rest von heute…

  Tja, so sind es nur noch 22 Tage bis zu meinem großen und wichtigen OP-Termin. Ob ich nervös bin? Nein, im Gegenteil, aus meinem Blut könnten die Baldrian herstellen. Ich freue mich nur schon wahnsinnig. Aber ich bin auch schon die ganze Zeit am überlegen was und wie viel ich dann hier im Blog bekannt geben werde oder wie die Einzelheiten ausfallen werden. Ich werde wahrscheinlich nicht zu sehr in die Einzelheiten gehen und auch nur einen Post machen, den ich dann aber immer wieder aktualisieren werde wenn es was Neues zu sagen gibt. Ich habe mich sehr viel in den letzten Tagen in anderen Blogs von transidenten Bloggerinnen und Bloggern getummelt und was manche über die OP und ihre positiven und negativen Folgen reinschreiben ist mir einfach too much. Nein, diese OP wird für mich ein sehr persönliches Ereignis werden und daher werde ich es auch sehr persönlich halten. Aber mein Bloggerfreunde und auch meine Facebookfreunde werden immer wissen wie es mir geht. Also nach Vorne schauen.

März 21

Problem erkannt… Problem gebannt…

Gestern habe ich meine Vertragsaufhebung von meinem Arbeitgeber bekommen. Damit war es Amtlich. Ich stehe wieder mal dem Arbeitsmarkt zur Verfügung und wie ich ja schon geschrieben hatte, nehme ich viele positive Erfahrungen mit. Was ist aber passiert. Ich habe während ich mit den Kunden telefoniert habe ein altes Handicap bei mir wiedergefunden. O.k. eigentlich hat es mich wieder gefunden. Ich habe ein Problem, welches viele tausend andere Menschen auch haben. Ich kann lesen und schreiben. Wie hätte ich auch sonst meinen Blog und mein Buch schreiben können. Aber was ich nicht kann ist vorlesen. Wenn ich vorlesen soll komme ich ins Schwitzen und bekomme Panik. Ich füge Worte ein die nicht im Text stehen, ich füge die Sätze falsch zusammen und so weiter. Tja, und mit diesem Handicap war ich nicht mehr passend für die Kundenberatung. Hier hätte ich den Kunden viele Texte vorlesen müssen und das war ein Problem. Schäme ich mich jetzt? Garantiert nicht. Muss man denn alles können? Nein, kein Mensch muss alles können. Es gibt ja auch Menschen die Dinge nicht können die ich kann. Somit war meine neue Karriere eine sehr kurze. Nun nehme ich das Problem aber auf und tue was dagegen. Irgendwann in naher Zukunft kann ich meinen Kindern vorlesen. Dann werde ich meiner Frau auch Gedichte und romantische Geschichten vorlesen können. Wieder ein kleines Ziel für die nahe Zukunft. Aber jetzt muss ich mich wahrscheinliche erst einmal gegen das System des Hartz IV wehren, denn durch den Aufhebungsvertrag werde ich wahrscheinlich eine Sanktion mit 30 % bekommen. Ich habe dem Aufhebungsvertrag im guten Glauben an eine für alle friedliche Lösung zugestimmt. Heute weiß ich dass es falsch war. Aber ich bleibe trotzdem dabei, man muss sich nicht zwangsweise mit einem Arbeitgeber streiten, wenn es aus Sicht beider Parteien nicht passt, auch wenn die Vorgaben des Jobcenters nur andere Lösungen bevorzugen. Also mal schauen was mich da jetzt erwartet.

März 14

Und wieder den Job los…

Eigentlich begann der Tag richtig gut. Ein Hermesbote wollte bei mir ein Paket für unsere Nachbarin abgeben. Ich habe die Tür am frühen Morgen in meinem „Aufsteh-Hausanzug“ und mit den Haaren auf „halb acht“ geöffnet. Selbst mit diesem nicht so schönen Anblick kam die Frage bei der Unterschrift: „Und sie sind Frau…?“. Ja, ich war entzückt, dass ich auch so als Frau angenommen wurde. Nachdem ich mich dann für die Arbeit aufgehübscht hatte, stärkte ich mich noch kurz um dann Richtung Sammeltaxi auf Schienen zu entschwinden. Bei der Arbeit angekommen war erst einmal alles wie immer in den letzten Wochen. Freundliche Gesichter begrüßten mich mit einem Nicken und einem freundlichem „Hallo“. Ja, es ist wirklich eine große Familie in die ich da reinwachsen sollte. Nach den üblichen Schritten hatte ich auch schnell meine Stempelkarte in der Stempelmaschine vorbei schauen lassen und mein Headset war auch noch an der Stelle, an der ich es am vorherigen Arbeitstag zurück gelassen hatte. Mein PC rannte in einem höllischen Tempo zur Anmeldeaufforderung hoch und durch die gezielte Buchstabeneingabe war ich auch wieder im PC ein Mitglied des Teams. Eigentlich lief der Arbeitstag wieder ab wie so viele zuvor. Aber dann stieß ich durch ein altes Handicap an meine Grenzen. Plötzlich schien es unmöglich meine Arbeit gewissenhaft und vollständig zu erledigen. Natürlich sprach ich sofort mit unserem Trainer darüber. Wir und eine Vorgesetzte redeten sehr lange und sind dann zu der gemeinsamen Entscheidung gekommen, dass ich leider so nicht mehr in das Team passe. Aber es war für uns alle ein kleiner Schock. Aber mein Handicap ließ sich nicht weg reden. Es musste sein. Der Arbeitsvertrag wird in den nächsten Tagen aufgehoben. Ja, natürlich war ich traurig, aber ich nehme sehr viel aus den vergangenen Wochen mit. Ich durfte erfahren wie es sich anfühlt als normaler Mensch in einer Firma willkommen zu sein. Ich durfte eine „Familie“ im Bereich der Arbeit kennen lernen und ich bin sehr froh, dass ich all diese Kollegen kennen lernen durfte. Ja, ich bin froh, dass ich eine Zeitlang Teil dieses Teams sein durfte. Jetzt heißt es wieder nach vorne zu schauen. Ich weiß dass ich es kann und ich werde was Neues beginnen. Und dann wird es wieder heißen: “Pam goes Arbeit“

März 13

Schneeballschlacht…

Gestern war es mal wieder soweit. Schon sehr früh habe ich mich mittels des Sammeltaxis auf Schienen auf den Weg zu meinen Kindern gemacht. Und kaum bin ich am Ziel angekommen, schon breitete meine kleine Maus ihre Arme aus um mich mit einer dicken Umarmung zu begrüßen. Es war eine Umarmung wie es sie nur zwischen Eltern und Kinder gibt. Auch wenn es in meinem Leben sehr turbulent zu zugehen scheint will ich trotzdem für meine Kinder ein wichtiger Elternteil sein. Gemeinsam durchsuchten meine kleine Maus und ich dann meinen Rucksack auf etwaige Mitbringsel für sie. Ja, sie ist dann auch fündig geworden. Besonders hat sie der selbstgestrickte Hase gefreut, den Sabine mir für die Kinder mitgegeben hatte. Somit hatten wir auch schon ein Spielzeug für die nächste Zeit gefunden und der Hase musste dann bis zum Eintreffen meiner großen Tochter, die aus der Schule kam, herhalten. Nicole, meine Ex-Frau hatte für uns noch ein deftiges Mittagsessen vorbereitet, damit beim Spielen genug Energie zur Verfügung stand. Oh ja, das brauchten wir auch. Spielen, Spaziergehen und eine Schneeballschlacht, bei der ich keine Chance gegen meine beiden treffsicheren Mädels hatte. Zum Glück hatte auch das Wetter ein einsehen bei diesem kleinen Familientreffen. Die Sonne gab alles um das Serotonin in uns zum überlaufen zu bringen. Zum Abend hin war dann noch viel Kuscheln und Knuddeln angesagt. Inzwischen merke ich, dass ich auch meiner kleinen Tochter wieder näher komme. Die Zeit als wir uns nur alle 4-5 Monate sehen konnten ist so langsam vergessen. Keine Zurückhaltung mehr und ich muss jetzt auch nicht mehr zu Beginn eines Treffens erst wieder Vertrauen aufbauen. Nein, es wird immer besser, da wir uns ja schließlich schon mal einmal im Monat sehen können. Natürlich wäre es schöner sich jeden Tag sehen zu können, aber diese Zeit ist noch nicht gekommen. Aber was nicht ist kann ja noch werden. Leider musste ich gestern auch schon wieder zurück. Ich bin ja jetzt wieder in Lohn und Brot und daher ist es noch nicht so gut Planbar. Aber auch das wird wieder besser. Nach schließlich 16 Stunden inkl. Zugfahrt bin ich dann überglücklich ins Bettchen gefallen. Es süßer Traum, in dem meine Kiddys die Hauptrollen hatten, versüßte mir dann die Nacht. Ich bin einfach mal glücklich… ihr auch?

März 12

Buch-Server ausgefallen…

Hier nur eine kurze Info für alle die mein Buch lesen möchten, es aber nicht öffnen können. Die Firma Bookrix, wo mein Buch veröffentlicht ist,  zieht gerade mit ihrem Server um und daher ist die Seite für eine kurze Zeit nicht erreichbar. Daher bitte ich euch um ein klein wenig Geduld. Versucht es einfach wieder in ein paar Tagen wieder und dann viel Spaß beim lesen. Wenn mein Link zum Buch auf der rechten Seite des Blogs wieder mit einem Bild sichtbar ist, dann kann das lesevergnügen wieder losgehen. Vielen Dank für euer Verständnis und für eure Geduld. Lieben Gruß aus dem verschneiten Essen, Pam

März 6

Das Wort „Zufriedenheit“…

Wenn man lange nicht mehr dieses Wort, dieses Gefühl für sich empfunden hat, dann weis man es umso mehr zu schätzen, wenn es wieder da ist. Ich habe meine Zufriedenheit wieder gefunden. Ich darf wieder ein normaler Teil dieser Gesellschaft sein. Ich bin angekommen. Nachdem ich wieder arbeiten darf, liebe und nette Kollegen finden durfte, bin ich dem Gefühl der Zufriedenheit wieder auf der Spur. Natürlich gibt es immer etwas, dass noch besser sein kann und natürlich werden wir auch noch viele Dinge in der Zukunft besser angehen. Ich war jetzt zwei ganze Jahre arbeitssuchend. Wir durften uns den Stempel „Hartzer“ abholen und das fühlte sich sehr schlimm an. Wenn man dann aber wieder einen geregelten Tagesablauf durch eine feste Stelle bekommt, beginnt auch das Gefühl der Zufriedenheit wieder im Körper zu leuchten. O.k. ich habe jetzt einen halben Monat hinter mir und vielleicht habe ich auch Angst gehabt es nicht zu schaffen, aber nur dieser halbe Monat hat mir gezeigt was ich so sehr vermisst hatte. Anerkennung, Herausforderungen und neue soziale Kontakte. All das kam wieder mit der Arbeit. Ich bin einfach viel zufriedener als noch vor einem Monat. Und ich bin sehr stolz nun sagen zu dürfen: „Nein, ich bin kein Hartzer mehr… wir sind nun Aufstocker“ Wir haben wieder unser eigenes Geld erarbeitet. Ich glaube viele Menschen können sich nicht vorstellen, was es heißt wieder Lohn auf dem Kontoauszug sehen zu dürfen. Ja, ich sage nicht ich muss wieder arbeiten, nein, ich darf wieder arbeiten und damit wieder Dinge wie zum Beispiel Anerkennung erfahren zu dürfen. Ich bin glücklich und habe jeden Tag mehr Kraft.