November 30

Große Stadt ganz klein…

Heute hat sich doch wieder gezeigt dass eine große Stadt nicht immer so „groß“ ist. Biene und ich haben heute mal wieder brav unseren Wocheneinkauf erledigt. Dieses Mal konnte ich Biene auch wieder begleiten, weil es bei mir auch Muskeltechnisch wieder bergauf geht. Nach einem schönen Spaziergang sind wir dann auch bei dem Konsumtempel unserer Wahl angekommen. Um dann schnell durch den so „gut“ belüfteten Laden zu kommen haben wir uns aufgeteilt. Biene ist Richtung Fleischtheke abgewackelt und ich habe meine Kreise beim Staubsaugerzubehör gedreht, um unserem gefräßigen Staubschlucker mit einem neuen Filtersatz auch ein schönes Weihnachten zu ermöglichen. Nachdem ich dann das richtige Filterset in der Hand hatte, bin auch ich dann in Richtung Fleischbeschau geschlendert. Biene und ich standen dann vor der Fleischauslage um die Menüs für die Woche zusammen zu stellen. Als wir so in Gedanken sind erreicht uns der Satz „Hallo, wir kennen uns doch“. Was?? Wie?? Ich blickte hoch und da Stand doch die nette Frau aus der Bahn. Nach fast 18 Monaten hat sie mich doch wieder erkannt. Wow. Ich wusste es… Essen ist gar nicht so groß wie es scheint. Wie tauschten uns kurz über die wichtigsten Ereignisse der letzten Zeit aus. Aber sie wusste alles… kein Wunder, sie liest ja auch seit unserem damaligen Treffen meinen Blog. Na da hättet ihr aber mal mein kleines Herz hüpfen sehen können. Ich bin mir sicher dass wir uns jetzt öfter sehen werden.

November 29

Der ehrenamtliche Dank… Update Teil 2

Nachdem ich wieder lange nichts von der Gemeinde im Bezug auf meine Anfrage gehört hatte, konnte ich dem inneren Drang um Klärung der Angelegenheit nicht mehr widerstehen. Ich habe mich somit gestern hingesetzt und dem Bürgermeister der Gemeinde mal eine Mail geschickt. In dieser habe ich meinen Standpunkt und meine Enttäuschung über das Verhalten gegenüber meiner Anfrage dargestellt. Natürlich habe ich auch noch einmal eine gerichtliche Klärung angeboten und auf ein gewisses Medieninteresse angesprochen. Was soll ich sagen, kaum schreibt man den Chef an… Heute hat der Bürgermeister mir per Mail mitgeteilt, dass meiner Bitte endlich entsprochen wird. Ich bekomme endlich meine mir zustehenden Beförderungsurkunden der Feuerwehr mit dem richtigen Namen und dem richtigen Geschlecht… nicht schlecht, oder? Aber es bleibt trotz dem positiven Ausgang eine sehr traurige Geschichte in Hinsicht auf Kameradschaft, Toleranz und Weltoffenheit. Jetzt bleibt nur noch ab zu warten wie sich der Landkreis in den weiterhin offenen Fragen verhält… PS: Die Landesfeuerwehrschule hat für die gleiche Anfrage nur 7 Tage gebraucht…die haben das mit der Kameradschaft verstanden.

November 26

Einfach mal Danke sagen…

Der ein oder andere hat vielleicht beim überfliegen dieses Blog gesehen das ich nicht immer mit meinem Lächeln auf den Lippen durch das Leben jette. Es ist immer wieder schwer ein Lächeln wieder zu finden, wenn die die Nachteile meines Weges mal wieder zu geschlagen haben. Aber… dann ist da mein Blog. Dieser Blog hat mir in sehr schweren Zeiten geholfen weil ich einfach meine Gedanken aufschreiben konnte. Sicher hat es in den mehr als zwei Jahren auch Blogs gegeben die dem einen oder anderen gar nicht gefallen haben. Egal, weil es einfach nur mein Leben ist über das ich hier schreibe. Der Blog hat mir auch sehr oft ein Lächeln geschenkt, wenn ich lesen durfte, dass Menschen an diesem einfachen Leben Anteil haben. Und euch möchte ich heute einfach mal diesen Post widmen. Seit mehr als 2 Jahren begleiten ihr mich. Die einen sind früher und die anderen später dazu gestoßen, aber ich freue mich einfach herzlich über jeden Klick, jede Antwort und über jede Mail die mich erreicht. Jede von diesen Reaktionen, ob positives oder negatives Feedback, zeigen geben mir sehr viel zurück. Ein Gedanke den ich aufschreibe Antwortet nicht??? Weit gefehlt!!! Ihr habt mir mit die schönste Unterstützung gegeben die sich ein Mensch vorstellen kann und diese Unterstützung heißt “Aufmerksamkeit”. Ich sage ich bin stolz auf meine in zwischen 22 Follower und auf die bis zu 150 Klicks pro Tag. O.k. da wird der eine oder andere Blogger sagen „Paaaaahhhhhhh 22 Follower… ist doch nicht viel“. Aber darum geht es nicht. Es freut mich einfach aus tiefsten Herzen zu sehen, wie Menschen die ich nicht kenne an meinem Leben teilhaben. Vielleicht erkennt der oder die Eine einen Punkt im Blog so sie dann sagen… „o.k. das hätte ich nicht gedacht dass es so ist. Natürlich ist es nur ein Blog über eine Transident und für mich ist es auch nur das normale Leben. Aber das Leben schreibt die schönsten Geschichten… meine Kinder die ich über alles liebe und meine Frau Sabine die mein „Sechser im Lotto“ ist und ich liebe sie sooooo sehr. Also Schluss mit dem Gerede… einfach mal danke an alle Leserinnen und Leser. Vielen Dank, eure Pam

November 25

Sind wir nicht alle Transident???

  Jeder Mensch lebt in einer Rolle im Leben, ob es die Ehefrau, der oder die Transidente, der Junggeselle oder die Schülerin ist. Wir alle haben sicherlich den Wunsch, so zu leben wie wir sind, gemeinsam. Wer sich in die Rolle der treusorgenden Ehefrau und Mutter begibt macht dieses meistens freiwillig und mit der Erwartung auch ihre Anerkennung als solche zu erfahren. Genauso ist es mit dem Schüler oder der Schülerin, wobei diese Rolle von der Gesellschaft durch Gesetze so zu sagen schon früh im Leben erzwungen wird. Es gibt alle Rollen im Leben die freiwillig sind und manche werden uns einfach durch die Gesellschaft auferlegt. Schon der Satz Lehrjahre sind keine Herrenjahre sagt über die Rolle der Lehrlinge viel aus. Aber eines haben alle Rollen im Leben gemein, wir wollen in der gewählten Rolle glücklich werden. Wie ist es bei euch, seit ihr in eurer Rolle im Leben glücklich oder wollt ihr auch aus eurer Rolle ausbrechen?

November 21

Der ehrenamtliche Dank… Update

Nachdem ich mich von den unbefriedigenden Nachrichten vom Montag ( Der ehrenamtliche Dank… ) nicht habe runter ziehen lassen, wurde mir dann heute auf telefonische Nachfrage vom entsprechenden Landkreis mitgeteilt dass die Rechtsabteilung sich um die „Angelegenheit“ kümmert. Irgendwie war es ein Telefonat welches ich mir anders vorgestellt hatte. Meinen Gesprächspartner kenne ich schon seit Jahren und wir haben in meiner Zeit beim Landkreis sehr eng zusammen gearbeitet und auch viel gemeinsam erreicht. Heute nur noch die Sätze: „Ja, ich weiß wer du bist… die Rechtsabteilung kümmert sich darum… du bekommst Nachricht… tschüß“ Irgendwie sagt mir mein Gefühl das es doch eine Geschichte für die Gerichte und die Presse wird. Ich werde für mein Recht kämpfen…

November 19

Der ehrenamtliche Dank…

Nachdem die Stimmung bei mir heute Morgen nach dem Gespräch mit meinem Operateur so blendend war, hat mich heute Nachmittag eine Mail wieder aus den Boden der Gesellschaft zurück geholt. Ich habe mehr als 13 Jahre meines Lebens in den ehrenamtlichen Dienst der Freiwilligen Feuerwehr gestellt. In der Zeit habe ich neben der normalen Arbeit viele Stunden, manchmal Tage und Nächte damit verbracht das Hab und Gut von anderen Menschen zu schützen, Leben zu retten und so weiter. Auch meine Familie habe ich in der Zeit zurück gestellt. Jetzt habe ich eine kleine Bitte geäußert. Ich habe darum gebeten meine Beförderungsurkunden, die ich in meiner Zeit bei der Feuerwehr erreicht habe mit dem jetzt richtigen Namen und dem jetzt richtigen Geschlecht zu versehen und mir davon Kopien zuzusenden. Hierauf habe ich einen gesetzlichen Anspruch. Das ist scheinbar zu viel. Eine Mail der Gemeinde teilte mir heute Mittag mit, dass die Gemeinde keine Veranlassung darin sieht meinem Wunsch nach zu kommen. Ich dachte mich trifft der Schlag, als ich die Mail gelesen hatte. So wird also mit ehemaligen Ehrenmälern umgegangen. Frechheit. Genauso verhält es sich mit meiner Anfrage für die Lehrgangszeugnisse der Feuerwehr bei dem entsprechenden Landkreis für den ich jahrelang selbst die jungen Feuerwehrleute ausgebildet hatte, für den ich den ABC-Dienst, der bis dahin ein tristes Dasein geführt hat in die Feuerwehr integriert habe. Ein Landkreis für den ich jahrelang den ABC-Dienst geleitet habe und auch in Fachberatung für Wetterfragen bei Großeinsätzen mit Gefahrstoffen tätig war. Hier wird meine Anfrage hin und her geschoben und kein Ergebnis seit geschlagenen 8 Wochen. Echt, jahrelang reißt man sich den A…. für die auf (Entschuldigt den Ausdruck) und was hat man davon??? Ich bin echt genervt von so viel Kameradschaft. PS: Die Bundeswehr hat für die gleiche Anfrage 10 Tage gebraucht…

November 19

Vorgespräch zur OP…

Nervös und mit tausend Gedanken im Kopf haben Biene und ich uns heute Morgen mit dem gelben Sammeltaxi auf Schienen zu Uniklinik hier in Essen bringen lassen. Nachdem der Fahrer ja keine Möglichkeit hatte sich zu verfahren sind wir dann auch pünktlich in der Klinik angekommen. Jetzt begann ein Irrlauf durch die Klinik, welches durch einen Asterixfilm (Mit dem grünen Formular zum gelben Eingang….) nicht besser hätte beschrieben werden können. Keiner wusste Bescheid obwohl ich doch einen Termin hatte. Das hat nicht unbedingt das so dringende Vertrauen in eine Klinik bestärkt. Nach gefühlten 20 Stunden sind wir dann doch endlich an der richtigen Aufnahme angekommen wo ich sofort an einer Umfrage für transidente Patientinnen teilnehmen durfte. Ich dachte nur hoffentlich fragen die jetzt nicht nach dem ersten Eindruck zu dieser Klinik 😉 . Schon leicht angefressen durften wir dann im Untersuchungszimmer Platz nehmen, wo kurze Zeit später dann auch der junge Padawan erschien. Herr Dr. Heß machte sofort einen sehr sympathischen Eindruck. Er erklärte alle Abläufe der OP und nahm sich auch ausreichend Zeit für die zahlreichen Zwischenfragen von Sabine und mir. Alle seine Erklärungen waren sehr gut und sehr bildlich. Er sprach in aller Offenheit die Risiken dieser OP an und erklärte was es in den letzten Monaten und Jahren für Neuerungen an dieser OP ergeben haben um das Ergebnis noch weiter zu verbessern. Mit seiner ruhigen und fachlich guten Art hat es der junge Padawan geschafft. Ich werde mich vertrauensvoll in seine Hände und unter sein Messer legen. Mein Bauch und auch Sabines Bauch haben zugestimmt in dem sie geschrien haben „Ja, der ist es…“ Nachdem ich alle entsprechenden Unterlagen für die OP gleich abgegeben hatte brauchen wir nun nur noch auf einen Termin für die OP zu warten. Voraussagen gingen in die Richtung zwischen Februar und März… leider. Aber wie wird immer gesagt „Gut Ding will Weile haben“… bei der Weile muss es echt gut werden 😉

November 18

Der Anfang vom letzten Schritt…

  Nervosität und kribbeln im Bauch begleiten heute meinen Tag. Morgen beginnt mit dem Vorgespräch für die wichtigste OP meines Lebens eine sehr aufregende Zeit für mich. Nachdem ich vor ein paar Wochen die Kostenzusage der Krankenkasse für ein paar OP´s bekommen hatte, konnte ich mich um einen Termin bei dem Operateur meines Vertrauens hier in Essen bemühen. Leider hat mir die nette Sekretärin dann mitgeteilt, dass der Meister der GaOP´s (Geschlechtsangleichende Operationen) nicht mehr selbst das Messer schwingt. Für ihn hat sein Padawan Dr. Heß übernommen. Wird der Schüler so gute Arbeit abliefern wie sein großer Meister?? Morgen werde ich sehen ob mein Bauch mit ihm als mein Operateur einverstanden ist. Natürlich höre ich schon die Schreie vieler transidenter Menschen die sagen werden:“ Du kannst dich doch nicht vom „namenlosen“ Arzt operieren lassen“. Oh doch, ich denke das kann ich, wenn mein Bauch „Ja“ sagt. Es ist eine Frage des Vertrauens und nicht eine Frage des Namens. Viele Schüler schaffen es in den verschiedensten Bereichen ihre Meister zu übertreffen, aber das würden die Meister nie zu geben. Also ist es nicht eine Frage des Namens.. Ob Meister Rossi oder Padawan Heß… mein Bauch wird es mir morgen sagen. Heute stehen damit für mich noch viele Aufgaben an. Unterlagen zusammen suchen… Fragen aufschreiben für die ich noch eine Antwort brauche… kleine Dinge wie die letzten kleinen Stoppel von meinen Beinchen entfernen ;). Und so weiter. Ich hoffe das morgen alles passt und dann kann es hoffentlich schon im Januar mit dem schwingen der Messer los gehen…

November 17

Oma Biene und Oma Pam…

Heute haben Biene und ich meinen Stiefsohn und seine Frau besucht um unsere Enkelin das erste Mal in den Arm nehmen zu können. Wir haben einen superschönen Tag erlebt und die kleene ist sooooooooooooooooooo süßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßßß… DSC00935 Willkommen kleine Maus in dieser Welt in der es so viele schöne Dinge zu erleben und entdecken gibt.

November 16

Post die süchtig macht…

Heute hat mich der Postbote mit einem DIN A4 Umschlag wieder zum lächeln gebracht. Endlich ist mein geändertes Dienstzeugnis der Bundeswehr angekommen. Ein wahnsinnig netter und engagierter Hauptmann hat sich persönlich um die schnelle Bearbeitung meiner Bitte nach Umschreibung auf meinen richtigen Vornamen und der richtigen Ansprache gekümmert. Nun hatte ich es heute Morgen endlich in den Händen. „Frau Oberfeldwebel“ hat einen wahnsinnig schönen Klang für mich. Es waren auch kleine Tränen des Glücks unterwegs… Ich kann euch nicht beschreiben was diese Worte für mich bedeuten.