April 25

Der Spaß am Leben mit 40…

Heute habe ich einen Bericht im Internet gelesen über ein Ehepaar welches 86 Jahre verheiratet ist. Er 104 und sie 101 Jahre alt. Wow, das muss wirklich liebe sein. Warum hatte ich da nur Angst vor der blöden Zahl 40. Seit ein paar Tagen habe ich diese Grenze überschritten und ich muss euch sagen, dass Leben mit 40 ist genauso schön, wenn nicht sogar schöner als vorher. Es kommt wirklich nicht auf das alter an, es sind die Menschen mit denen wir leben, die wir lieben und um die wir uns sorgen, auf die es ankommt. Der Spaß am Leben, den ich durch meine Frau Sabine ermöglicht bekommen habe, wird von Tag zu Tag größer. Warum also die Angst vor dem Älter werden? Ich habe eine super süße Frau, mega süße Kinder und das Leben, nach dem ich mich so lange gesehnt hatte. War keine Farbe mehr über.. LOLEigentlich ist es ja auch nicht mein 40. Geburtstag sondern mein erster. Mein erster Geburtstag nach meiner Namensänderung und so fühle ich mich jetzt auch, wie neu geboren. Mein Outing hat zwar viele negative Punkte auf den Plan gerufen, aber so gut wie heute habe ich mich nie gefühlt. Vielleicht liegt es auch daran, dass „Todgesagte“ einfach mal länger und vielleicht auch glücklicher leben. Irgendwie freue ich mich schon auf die 41 in meiner Altersangabe, denn dann weis ich das ich wieder ein glückliches Jahr mit Sabine, meinen Kindern und unseren Freunden verbracht habe. Also trotz der morgen anstehenden schmerzhaften Laserepilation schaue ich doch mal wieder frohen Mutes in die Zukunft. Auf in Richtung 41… Und an alle Freunde und Sabine… Danke für die wundervolle Geburtstagsfeier… eure Pam

April 14

Bald ist es wieder so weit…

Noch drei Tage und dann ist es mal wieder so weit. Ich werde nach vielen Monden wieder ein Jahr älter. Schon wieder älter… Im Moment fühle ich mich als wenn es dann schlagartig 10 Jahre werden könnten. Heute bin ich total schlapp. Vielleicht ist eine Grippe im Anzug. Ich weis es nicht, aber schön ist das Gefühl nicht. Dabei werde ich ja nur zum zweiten Mal zwanzig. Eigentlich kein Alter.

April 10

Lieber Osterbesuch…

  Wieder ein Tag am PC. Der Blick aus dem Fenster zeigt mal wieder das der April sich einfach nicht entscheiden kann ob er bei der Frühlingsgeschichte mitmachen möchte oder nicht. Der Regen schlägt an die Scheibe und erinnert mich an mein Gesicht gestern Abend. Meine Augen waren vom weinen ganz angeschwollen und meine Wangen waren von den Tränen ganz weich geworden. Was war geschehen. Gestern musste ich meine große Tochter nach einer wundervollen Woche hier in Essen wieder nach Hause fahren lassen. Ich war am letzten Dienstag nach einem knappen halben Jahr wieder ein Mal nach Emstek gereist um meine Kinder zu sehen. Endlich hatte ich das Geld mal wieder zusammen bekommen um meine beiden Kinder aus erster Ehe wiedersehen zu können. Früh morgens hatte ich hier in Essen den Zug bestiegen und voller Vorfreude aber auch mit einem mulmigen Gefühl ein paar schöne Tage vor Augen. An meiner Endstation mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Cloppenburg angekommen, habe ich den kleinen Fußmarsch Richtung Emstek in Angriff genommen und stand nach schnellen 1,5 Stunden dann auch endlich vor meinen Kindern. Meine große Angst, dass meine 4 jährige Tochter nach den knapp 6 Monaten Trennung distanziert verhalten würde haben sich zum Glück nicht bestätigt. Sie und meine große Tochter sind mir sofort in die Arme gefallen. Wir haben zwei schöne Tage in Emstek erlebt und viel gespielt. Für mich sind meine beiden Mädels die schönsten der Welt. Auch wenn viele Menschen es nie aus den verschiedensten Gründen verstehen werden, dass die beiden „Papa“ zu mir sagen. Sie werden genauso wenig verstehen, dass ich für meinen neuen Weg viele Kilometer weg gezogen bin um die beiden zu schützen. Wie gerne würde ich meine beiden Mädels stolz in der Öffentlichkeit und im normalen Leben in den Armen halten können ohne fürchten zu müssen, dass sie für meinen neuen Weg des Lebens gehänselt oder gar ausgeschlossen werden würden. Aber so ist das nun mal in diesen kleinen katholischen Dörfern, die nie verstehen werden was die „Ärzte“ im dem Lied „Lass die Leute reden…“ besingen. Mittwoch habe ich mich dann von meiner kleenen Tochter verabschiedet und bin mit meiner großen in den Zug Richtung Essen. Hier in Essen haben wir viel gespielt, gekuschelt und waren auch viel in der Stadt unterwegs. Eine unbeschreiblich schöne Zeit ist dann gestern mal wieder zu Ende gegangen, als ich in der Haustür stand und dem Ford gewunken habe. Der Ford der mit meiner großen Tochter, Bernd, seiner Frau Sarah und deren Sohn besetzt war. Bernd, ein alter Arbeitskollege und Freund hat meine Tochter freundlicher Weise mit genommen, da er und seine Frau in der Nähe von meinen Kindern wohnen. Heute habe ich eine Nacht voller Gedanken hinter mir und ich weiß, dass die Freude über ein baldiges Wiedersehen mit den Kindern meine Tränen schnell trocknen wird. Also in die Zukunft schauen und nicht zurück.

April 10

Beschäftigung ist alles…

Das öffnen und lesen von Absagen auf meine Bewerbungsbemühungen ist längst zur lästigen Gewohnheit geworden. Leider sind nur manches Mal kreative Absageformen dabei, meist ist es nur das Plumpe „Sie sind nicht vermittelbar“ wie das Beispiel einer Zeitarbeitsfirma zeigt. Ich habe mich daran gewöhnt trotz 4 ausgebildeter Berufe nicht mehr auf der Gewinnerseite stehen zu dürfen. Umso wichtiger ist es also Beschäftigung zu haben. Meine Frau Sabine hat dabei den größten Part übernommen. Wir unternehmen viel zusammen. Einkaufen, Spazieren gehen oder einfach nur mal gemeinsam auf einer Parkbank dem treiben der anderen Menschen, die auch die Zeit am Tage herum zu bringen versuchen, zu zuschauen. Ohne Biene wäre mein Leben nicht das was es ist, es wäre einfach nur trostlos. DSC00683 Dann ist da noch meine Gitarre, die es immer wieder schafft mich durch spontane und lustige Töne zu erstaunen. So eine Gitarre sollte echt mal lernen Noten zu lesen, dann würde sie auch wissen, dass der eine oder andere Ton nicht so auf dem Notenblatt stand. Aber solange Sie und ich noch nicht im Einklang leben wird auch Sabine wohl noch lange mit den verschiedensten schiefen Tönen leben müssen. Inzwischen, mehr so aus Langeweile habe ich begonnen ein Buch zu schreiben. Pam wird zur Autorin?? Oh nein… Es soll einfach nur meinen Weg von der Scheidung von meiner ersten Frau bis heute zeigen. Vielleicht ist es für mich nur eine Form der weiteren Verarbeitung, aber vielleicht kaufen es ja auch später ein oder zwei Leute. Einfach mal schauen. Viele Erlebnisse und Begebenheiten hatte ich ja schon in meinem alten Blog beschrieben und die fanden soweit auch ein gutes und positives Interesse. Das erste Kapitel ist schon fast auf dem Papier und ich habe noch nicht mal einen Monat aus meinem Leben beschrieben. Solange das Buch dann nicht dicker wird als die Bibel bin ich zufrieden. Ich hoffe ihr habt die österlichen Feiertage alle genossen. Alles liebe, Pam