Februar 6

Sabines alte Heimat…

Am Samstag hatten Sabine und ich eine kleine Reise in ihre alte Heimat unternommen. Schon auf der Zugfahrt hatten Sabine und ich ein sehr nettes Gespräch mit einer sehr lustigen und charmanten Damengruppe, die auf dem Weg waren eine gute Freundschaft zu pflegen. So konnte trotz eines echt hässlichen, pickligen Bartschatten in meinem Gesicht, der nach der Epi noch Zeit zum heilen brauchte, nur noch ein guter Tag werden.

Sabine und ich freuten uns schon darauf ihre Eltern und somit meine Schwiegereltern zu treffen. Das war nach meinem Outing von einem Jahr das erste aufeinandertreffen. Wir haben es als einen großen Schritt in die richtige Richtung empfunden, als meine Schwiegermutter uns telefonisch darüber informierte, das sie und ihr Mann sich auch mit dem Thema meiner Transsexualität auseinander setzten wollten. Und somit haben wir alle frohen Mutes diesen Besuch geplant. Ich war sehr erleichtert, als wir bei ihnen im Flur standen und ein kleiner Scherz über mein Outfit die ersten Hemmungen brach. Es war ein sehr schöner Vormittag. Wir haben diskutiert, geklönt und gelacht. Ich bin meinen Schwiegereltern wirklich sehr dankbar, denn haben sie mir doch gezeigt das auch die reifere Generation sich objektiv mit diesem für sie ungewohnten Thema beschäftigen will. Leider kannte ich von meiner Familie nur die andere Seite. Ich bin dankbar solch aufgeschlossene Schwiegereltern haben zu dürfen.

Auf der Rückfahrt von diesem schönen Besuch haben wir noch einen schnellen Zwischenhalt bei meinem Stiefsohn und seiner Freundin gemacht, die gerade am einrichten ihrer neuen Wohnung waren. Die beiden haben sich eine echt schicke Wohnung ausgesucht und natürlich beim Dekorieren mal wieder ein kreatives Händchen bewiesen. Nachdem mein Stiefsohn und ich noch ein paar Gardinenstangen den richtigen Platz an der Wand gewiesen hatten und wir uns durch eine Pizzalieferung gefuttert hatten, fuhren Sabine und ich wieder Richtung Essen.

Es war ein wundervoller Tag, den ich wir nicht missen wollten.